Die Wirklich Total Freisinnig Liberale Partei der Freisinnigen und Liberalen

Die Freisinnig-Demokratische Partei, bisher vor allem in der Deutschschweiz vertreten, und die Liberalen, die welsche Entsprechung, wollen sich zusammenschliessen. Als neuer Name ist „Freisinnig-Liberale Partei“ (FLP) vorgeschlagen.

Weil das „demokratisch“ aus dem Namen gestrichen werden soll, gibt man sich wahnsinnig Mühe, keine Demokratie-Defizit-Vorwürfe aufkommen zu lassen und hat den Vorschlag erst einmal in eine interne Vernehmlassung geschickt.

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Es ist zu hoffen, das die beiden verliebten Parteien dabei vor lauter Schmüselen nicht den Blick auf die bittere Realität verlieren: „Freisinnig-Liberale Partei“ ist eine total doofe Bezeichnung.

„Liberal“ kann man ja eigentlich ziemlich direkt mit „freisinnig“ übersetzen. Und umgekehrt. Man könnte sich also genau so „Freisinnig-Freisinnige Partei“ oder „Liberale Liberale“ oder eben „Wirklich Total Freisinnig Liberale Partei der Freisinnigen UND Liberalen“ nennen.
Wie stark muss man noch betonen, dass man im Fall liberal ist? Hat das jemand in Frage gestellt?

Könnte auch Schule machen bei anderen Parteien. Die Sozialdemokraten etwa könnten nach links rutschen und sich „Soziale Sozialisten“ nennen. Wäre auch ein attraktives Kürzel, brächte etwas Zack in die Partei! 
Oder fangen wir jetzt generell an, jedes Fremdwort immer auch noch gleich zu übersetzen? Also die „Sozialdemokratische Zwischenmenschliche Volksherrschaftspartei“?

Und wenn wir grade bei der Abkürzung waren: „FLP“? Im Ernst? Damit alle politischen Karikaturisten jetzt gleich die Cartoons für die nächsten 2 Jahre verfassen und dann ab in die Ferien können?

Z.B. ein Vogel, der Federn lässt und beim Davonfliegen FLaP, FLaP, FLaP macht.
Oder das naheliegende FLoP, wenn es bei den nächsten Wahlen schiefgehen sollte.
Und, sommertauglich, die FLiP-FLoPs; auch verwendbar, wenn man mal überraschend eine Position wechseln sollte.

Der einzige Vorteil: FuLvio Pelli kann seinen flauschigen, mit Monogramm bestickten Bademantel jetzt auch als Parteiuniform verwenden.

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Danke, FDP! Bzw. FLP! „Eine Dienstleitung der FLP für Sie!“ Sounds naughty.
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Ein Gedanke zu “Die Wirklich Total Freisinnig Liberale Partei der Freisinnigen und Liberalen

  1. Bei der total breiten Verwendung des Wortes ‚liberal‘, die vom wunderbaren ‚fucking hippy liberals‘, das auch mir so leicht von der Zunge rutscht, um Quotenbefürworter und Lehrer aller Art zu beschimpfen, bis neo-liberal reicht, was ja sozusagen dasselbe ist wie neokonservativ und für das Böse schlechthin steht – Irakkriegbefürworter, Zionistinnen, Globalisierer – bietet es sich ja schon an, seine Verwendung in einem Parteinamen noch etwas zu erklären. "Ich bin ein Liberaler" heisst ja auf der politischen Bühne etwa soviel wie ich habe keine Meinung und mache das alles nur, weil ich versuche in die Nähe von Doris Leuthard zu kommen.’Freisinnig‘ ist dafür ein ausgezeichnetes Adjektiv. Durch seine Ähnlichkeit mit ‚Eigensinnig‘ macht es zuallererst klar, dass es sich bei der Partei vor allem um die unter ähnlichem Namen bekannten Deutschschweizer handelt, und dass nicht etwa diese dubiosen Waadtländer Bourgeois das Ruder übernommen haben; der deutschschweizer Anspruch wird auch durch den östlich von Bern weit verbreiteten Familiennamen ‚Frei‘ untermauert, der ja schon bei der alten FDP in den Parteinamen aufgenommen wurde. Wobei mir nie klar war warum, Vater und Sohn Frey waren doch in der Volkspartei?

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