Sri Lanka sperrt Internetporno

Nein! Wie können sie! Dabei ist das Internet doch für Porno gemacht!


The Internet Is For Porn

Finden die Behörden in Sri Lanka jedenfalls nicht. Und darum verpflichten sie nun die Internet-Provider im Land, „obscene, pornographic and other sexually explicit material“ zu filtern. Männer und Frauen mit Bedürfnissen können sich einen ungefilterten Zugriff kaufen; sind dann allerdings dafür verantwortlich, dass keine Minderjährigen diesen verwenden.

Sri Lanka bans Internet porn (Phillipine Inquirer)

Wer bestimmt, was gefiltert wird und was nicht, ist nicht klar (die Provider? die Telecommunications Regulatory Commission?). Dass auch politisch motivierte Sperrungen vorgenommen werden können, hat jene Kommission schon mit der Sperrung der separatistischen Site Tamilnet.com gezeigt.

Keine neue Idee übrigens: Australien hat auch schon damit experimentiert. Nicht für ganz Australien, sondern testweise mal für Tasmanien. Warum gerade die Pornofreunde in Tasmanien daran glauben müssen, ist mir nicht ganz klar. Muff wäre ich aber auch als nicht-tasmanischer Steuerzahler: hat Australien doch bereits über 180 Millionen Franken in untaugliche Filtertechnologie investiert.

Australia moving ahead with plans to erect ISP porn filters (Ars Technica hat „erect“ getitelt, chchch)

Der Song stammt übrigens aus diesem Musical: Avenue Q

„Why do you think the net was born? Porn, porn, porn!“

Avenue_q_the_website

Ein Gedanke zu “Sri Lanka sperrt Internetporno

  1. Der Ars Artikel ist auch sonst ganz amüsant. Der Filter wurde von einem 16-jährigen "penetrated" und die Regierung "is thrusting deep into the public coffers".Auch ich bin natürlich für den freien Zugang zu Pornos, wo kämen wir sonst hin. Sri Lanka schädelt das aber gefickt ein, indem man Geld zahlen kann für den Zugang und mit Schutz der Minderjährigen argumentiert wird. Bei Videotheken vertraut man ja auch nicht darauf, dass jemand einen Knopf drückt und damit bestätigt, 18 zu sein, sondern verlangt einen Ausweis.Denke zwar, dass es Aufgabe der Eltern ist, ihre Kinder zu "schützen" und sich mit deren Erlebnissen auseinander zu setzen, kann aber dem Argument des Jugenschutzes (wenn auch bloss Vorwand und technisch/praktisch nicht umsetzbar) durchaus etwas abgewinnen.

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