Mandatory Viewing: Mein TV-Programm

Das Internet hat in der Regel eine eher kurze Aufmerksamkeitsspanne. Die Liebe zur neusten TV-Show du Jour hält selten lange an:

Das Internet, nach Folge 1: „YAY! This was the most awesomest AWESOME that has ever been awesomed!
Das Internet, nach Folge 2: „Meh. Same-old, same-old.
Das Internet, nach Folge 3: „These new episodes SUCK, since they are not at all like the old ones, which I saw, because I was around when it all started, and you weren’t because YOU SUCK, too!

Im Gegensatz dazu bin ich ein sehr treuer Zuschauer. Habe ich eine Serie mal ins Herz geschlossen, bleibe ich dran. Deshalb hier eine Liste der TV-Shows, die ich Folge für Folge verfolge – könnt ihr mir folgen?

Mehr Details zu den Shows findet man in der Regel in der Wikipedia und auf dem Google. Da die meisten dieser Shows nicht im Schweizer Kabelfernsehen laufen (oder erst mit ca. zwei Jahren Verspätung, die unbedingt benötigt werden, um die Synchronisation zu verbocken und Lizenz-Anwälte zu beschäftigen), verweise ich auf die Existenz der „digitalen Distribution“ und Dienstleistungen wie mininova oder EZTV. Die tatsächliche Verwendung dieser Dienstleistungen lehne ich selbstverständlich AUSDRÜCKLICH AB, weil das direkt in den Weltuntergang führt.

Und nun los mit der alphabetisch geordneten Liste!

30rock

30 Rock
Tina Fey ist Hauptdarstellerin und Produzentin von 30 Rock. Während ihre Sarah-Palin-Impression für SNL den Wahlkampf beeinflusst hat, ist 30 Rock wohl eine Aufarbeitung ihrer Zeit als Cast-Member von SNL. Meta! Und sehr witzig, auch dank hervorragenden Schauspielern: Alec Baldwin, Tracy Morgan und Jack McBrayer als Kenneth the Page.

Dailyshow

The Daily Show with Jon Stewart
Wer sich für US-amerikanische Innenpolitik interessiert, kann CNN und CNBC getrost weglassen. Jon Stewart ist zwar das Vorzeige-Mitglied der Liberal Media und schert sich nicht um objektive Berichterstattung. Weil er auf die Intelligenz seines Publikums vertraut, präsentiert er die unterhaltsamsten Nachrichten, die Fernsehen zu bieten hat. Giacobbo/Müller wären gerne wie er, werden es aber niemals sein.

Deadset

Dead Set
Grossbritannien wird von Zombies überrannt, die letzten Überlebenden sind eingeschlossen im Big-Brother-Haus. Angemessen gruselig gefilmt und freigiebig mit Blut und Eingeweiden. Die Satire kopiert und aktualisiert George Romero einwandfrei. Leider schon zu Ende.

Dexter

Dexter
Eine Gratwanderung: der Protagonist der Serie ist ein kaltblütiger Serienmörder und soll zugleich sympathisch und abstossend wirken. Nur ein hervorragendes Skript kann eine solche Vorgabe umsetzen. Die dritte Staffel wurde soeben abgeschlossen – nach einer etwas durchzogenen 2. eine Rückkehr zu grosser Form.

Dirtysexymoney

Dirty Sexy Money
Eigentlich eine klassische Soap in der Welt der Superreichen, zugänglich gemacht durch die Hauptfigur, den Anwalt der Familie Darling. Ein verworrener, überbordender Plot, holzschnittartige Figuren und eine konsequente Dauervermischung von Privatem und Geschäftlichem – also alles, was eine gute Soap ausmacht. Im Gegensatz zu den meisten Soaps aber toll gefilmt und mit Peter Krause, Donald Sutherland und Lucy Liu hervorragend besetzt.

Entourage

Entourage
Product Placement am Laufmeter, Typen, die ihr Cool immer auf 11 gedreht haben plus ein rabiater Jude: die Serie, die uns hinter die Kulissen von Hollywood blicken lässt, wo wir natürlich nur eine weitere, fast noch schönere Kulisse erblicken. Meta 2! Und Turtle ist einfach zum knuddeln.

Fotc

Flight of the Conchords
Diese Jungs aus New Zealand lieben die englische Sprache. Der folgende Dialog spielt mit dem einfachen Umstand, dass „dead“ auf neuseeländisch gleich ausgesprochen wird wie „did“. Murray (Neuseeländer): „He may be dead!“ Dave (Amerikaner): „He maybe did what?“ Murray: „He maybe dead.“ Dave: „Yeah I know, but what did he maybe do?“ Murray: „He maybe … dead?“ Dave: „Maybe he did, maybe he didn’t! What did he maybe do?“ Bret (den man wie „Brit“ ausspricht, ihr seht das Muster): „No, he maybe dead!“ Dave: „Are you guys fucking with me?“ Bret: „Wha?“ Murray: „Not alive! You know – dead!“ Dave: „Oh!“ Solche wunderbaren Szenen werden ergänzt mit tollen Songs, in denen die sonst sehr trockenen Jungs ihren Gefühlen freien Lauf lassen. „Isn’t it cold out in Space, Bowie? Does the space cold make your nipples go pointy, Bowie?“

Itcrowd

The IT Crowd
„Hello, this is IT. Have you tried swit
ching it off and back on again?“ So wird begrüsst, wer Moss und Roy im Keller anruft. Die einzige Comedy, die sich bei der Verwendung von Geek-Symbolen nicht peinlicherweise als Non-Geek outet. Keep it real and fly the geek flag, gerade ist die dritte Staffel gestartet.

Tim

The Life & TImes of Tim
Tim gerät in die peinlichsten Situationen, in die man geraten kann. Nein, eigentlich kann man in die nicht geraten. Gut, dass Tim das für uns übernimmt. Einer muss es halt sein. Danke, Tim!

Conan

Late Night with Conan O’Brien
Conan ist nicht nur witzig (als ehemaliger Writer sowohl für die Simpsons als auch für SNL weiss er, wie witzig geht), sondern auch ein hervorragender Interviewer. Immer locker, immer interessiert, man hat auch in der 16. Staffel nie das Gefühl, dass da einer routiniert ein Programm abspult. Ein Star, der sich nicht so wichtig nimmt.

Lost

Lost
Die komplexeste und faszinierendste TV-Show unserer Zeit. Mit den unzähligen Hauptfiguren, den unzähligen Zeit-Ebenen, den unzähligen Hintergrund-Geschichten und den unzähligen offenen Fragen macht Lost deutlich, wie weit sich Populärkultur entwickelt hat.

Earl

My Name Is Earl
Jason Lee mag ich seit seiner Nebenrolle in Kevin Smith’s „Chasing Amy“. Der heimliche Star der Serie ist aber Earl’s leicht verlangsamter Bruder Randy. Randy funktioniert so: „Being dead is definitely worse than being alive. When you’re dead you can’t do all the cool stuff you can do when you’re alive. You and I, we can do all kinds of cool stuff ‚cause we’re living, we’re not dead, we’re alive. If we were dead we wouldn’t be able to do all the cool stuff we can do, because we’re alive. Dead people can’t do cool stuff. Only people that are alive can do cool stuff, ‚cause they’re living, and you have to be living to be able to do cool stuff.

Nathan

Nathan Barley
Nathan Barley kennt sich mit New Media aus und produziert die smashing Website „Trashbat dot cock“, yeah? Nathan ist ein Idiot und die Idioten gewinnen. Moss von „The IT Crowd“ ist übrigens auch dabei, nicht als Nerd, sondern als Idiot.

Office

The Office (US)
Nur schon wegen des vielsagenden Blicks, den John Krasinski in die Kamera wirft, wenn Boss Steve Carell sich einmal mehr peinlich benimmt. Das britische Original war deutlich brutaler in seiner Darstellung der abgrundtiefen Verzweiflung im Dienstleistungsniemandsland – und deshalb unbestritten bedeutend, aber manchmal nur schwer zu ertragen. Die US-Variante ist leichter, optimistischer – das Einsteiger-Office.

Sarah

The Sarah Silverman Program
Mag ich weniger wegen Sarah, weil ihre Rolle darauf ausgelegt ist, zu nerven und das halt gelingt. Sondern wegen des schwulen Slacker-Paars Steve und Brian, die sich ausnahmslos in jeder Folge in einen völlig bescheuerten Wer-hat-Recht-Konflikt hineinmanövrieren (Ist Steve tatsächlich so ungepflegt, dass Brian deswegen den Begriff „dotnose situation“ erfinden muss, der wiederum so erfolgreich wird, dass er ins Wörterbuch aufgenommen werden soll, aber auch so polarisiert, dass Brian nur knapp einem Mordanschlag entgeht?), am Ende aber immer wieder zusammenfinden. Wahre Liebe in ihrer stinkigsten Form!

Snl

Saturday Night Live
SNL ist eine Institution; die aktuelle Staffel hat vom Wahlkampf profitiert, aber auch davon, dass einige Cast-Members in Hochform sind. Die Digital Shorts von Andy Samberg (z.B. „Jizz in my Pants„) sind ein sicherer Wert, eben so das Weekend Update von Seth Meyers (und Amy Poehler, die leider die Show verlässt). Mein aktueller Favorit ist aber Fred Armisen, der in der selben Folge Obama, Boy George und einen Typen spielen kann, der die Arsch-Variante des Nasen-Aufspann-Klebers erfindet (damit Blähungen geräuschlos entweichen können, ist ja klar!).

Simpsons

The Simpsons
War eigentlich schon immer eine echte Family Values Show! Nicht so nah am aktuellen Geschehen wie South Park – dennoch schafft die Serie Popkultur-Ikonen wie den Comic Book Guy. Dafür gebührt dem Veteran Respect.

Southpark

South Park
Schaut man sich als Teenager vor allem wegen des derben Humors an. Ist man erwachsen geworden, realisiert man, dass South Park regelmässig die wahrste Aussage zu aktuellen Hot Topics macht, z.B. die grandiose Doppelfolge, in der die Terroristen nicht im übertragenen Sinn, sondern ganz direkt tatsächlich unsere Fantasie angreifen. Scharf beobachtet und respektlos.

Two

Two and a Half Men
Guilty Pleasure. Klassische Old School Sitcom, die totale Stasis, rein charakterbasiert, Klischee-City, macht mir aber trotzdem Freude.

Topgear

Top Gear
Wer so konsequent dem britischen Nanny State ans Bein pinkelt, hat sich meine Anhängerschaft verdient. Eine Show über Autos, die auch Leute schauen können, die sich nicht für Autos interessieren. Und wenn man sich für Autos interessieren sollte: dann ist Top Gear wie Porno.

Und jetzt will ich von euch hören: Was fehlt auf dieser Liste? Welche Show muss ich eurer Meinung nach unbedingt auch schauen?
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18 Gedanken zu “Mandatory Viewing: Mein TV-Programm

  1. Ich bin vor ein paar Tagen schüch in die torrent-Welt eingestiegen und bin mir jetzt die ganze "Office"-Sause am reinziehen. I loooooooooooove it! Für mich neben "Earl" das Beste, was Fernsehen liefert. Wann merken die das bei SF?!?

  2. ..oh, «damages» fehlt. für die, dies nicht kennen: böse star-anwältin will gutes tun und geht über leichen (nicht über so viele wie dexter geht, aber s’geht in die richtung). vor allem superspannend, weil die geschichte total geil erzählt wird. das ende weiss man von anfang an, nur weiss man nicht, wie es soweit kommen wird. glenn close in der hauptrolle. recht erfolglos in den usa, kommen trotzdem noch zwei staffeln. yay.

  3. ..ah und danke-merci für den «entourage»-tipp, klingt super.wie du dir «30 rock» und «the office (us)» antun kannst, versteh ich nicht… das passt so nicht zu dir…

  4. Sehr schöne Liste, natürlich weil viele meiner Serien auch dabei sind 🙂 Earl bin ich mittlerweile ausgestiegen, Heroes kurz davor, gebe aber immer noch eine Chance. Wenn man Entourage der schönen Menschen wegen schaut, kann man auch Californication einen Versuch geben. Nicht fehlen würde bei mir American Dad und How I met your mother. Ausserdem The Guild, welche ursprünglich auf YouTube erschien und eine Folge nur knapp 5 Minuten lang ist. Weitere kleinere Sünden lass ich jetzt mal weg…

  5. Californication hab ich mal angefangen, kann ich aber nicht mehr ausstehen. Die Rolle von Duchovny ist der Pretentious Prick – am Anfang dachte ich, das sei ironisch gemeint, dann hatte ich aber immer mehr das Gefühl, dass die wirklich glauben, der sei cool. Und damit wars aus. <br/>&nbsp;<br/>The Guild hab ich nachgeschaut und bin schon gespannt auf die zweite Staffel. Die mich aber erst davon überzeugen muss, dass das kein One Trick Pony war. Da kann die Felicia Day noch so herzig dreinschauen.

  6. eine formidable liste!aber was ist mit "curb your enthusiasm" und "arrested development"? ausserdem: season 4 und 5 von "seinfeld", grad was die metaebene angeht). und, wenn wir schon bei shows über shows sind: die oft vergessene "larry sanders show".aus england noch – neben den ricky gervais sachen wie "the office" und "extras": "peep show", steve coogan als "alan partridge".abseits der sitcoms dann noch: das herausragende "the wire", "mad men" und alles von josh whedon (voarb natürlich "buffy the vampire slayer").jetzt höre ich besser auf.

  7. Curb und ArrDel hab ich weggelassen, weil die nicht mehr laufen und ursprünglich der Plan der Liste war, nur laufende Shows draufzunehmen. Den ich dann selber mit Dead Set und Nathan Barley durchbrochen habe. Also gut, Curb und AD gehören auch drauf. Letzteres ist eine religiöse Erfahrung, bei ersterem habe ich ein paar Folgen gebraucht, bis ich die wahre Grösse erkennen konnte.Coogan: dito, lange vorbei, aber an Alan Partridge kommt man natürlich nicht vorbei, grade als Radiomann.Extras: habe gerade das aktuelle Christmas-Special gesehen – kommt da jetzt eine dritte Staffel oder nicht? Jedenfalls zeigt Gervais, dass keiner so weit geht wie er, wenn es darum geht, einem zuerst das Lachen zurück in den Hals zu stecken und dann so tief reinzudrücken, bis man die kalte Verzweiflung der Figuren spürt.The Wire hab ich schon länger auf meiner "Musst du mal reinschauen"-Liste.

  8. haha, mit "the wire" ging/geht es mir genau gleich – ist ein wenig wie der 1000-seiten-schmöker, den man seit ewigkeiten ungelesen unterm bett liegen hat."curb" läuft übrigens noch, bzw. ist in hiatus, aber eine 7. staffel soll kommen. soweit ich weiss, wird es dafür keine 3. staffel von "extras" geben. schade. aber von gervais ist auch das standup-programm ("animals", "politics", "fame") ganz toll, falls dus noch nicht gesehen hast.ausserdem – dem medium hier entsprechend und um joss whedon doch noch richtig zu schreiben: joss whedons "dr. horrible’s sing-along blog" ist auch recht lustig.

  9. Die zweite Staffel von The Guild läuft bereits, aber nicht mehr auf YouTube, da sie von Microsoft gekauft wurden.Dr. Horrible fand ich jetzt nichts besonderes, nur Neil Patrick Harris und Nathan Fillion rissen es noch raus. Aber wenn schon Whedon und Fillion, dann natürlich Firefly.Im Januar geht ausserdem die 4. und letzte Staffel einer der besten Sci-Fi Serien, Battlestar Galactica, wieder los.

  10. How I Met Your Mother: die Staffel 4 habe ich mittlerweile nachgeschaut. Bin eher enttäuscht. Neil Patrick Harris ist zwar süss und meistens witzig, aber die Dame aus Buffy nervt nur und der Hauptdarsteller auch. Warum nerven sie? Weil sie nicht in der Lage sind, einen einzigen Satz natürlich zu sagen. Alles gestelzt, alles "Schau mich an, jetzt mach ich dann grad eine schlaue Bemerkung!" Die Idee mit dem "Listen Kids!" und dem aus der Zukunft zu erzählen ist zwar nett, wirkt aber arg aufgesetzt (sind ja nur die Buchstützen am Anfang und am Schluss, dazwischen kaum etwas; Malcolm in the Middle z.B. ist viel konsequenter Meta).The Guild: Ja stimmt, hab ich mir auch durchgesehen – bis jetzt aber underwhelming. Keine richtig grossen Lacher mehr, stattdessen ein paar Au-peinlich!-Situationen. Da ist die Luft draussen.Als nächstes ist nun Mad Men dran, hab grade die erste Folge hinter mir. Könnte mir gefallen! Danach ist dann Damages am Start.Ach, Firefly: den Film (Serenity) hab ich gesehen (war gut!), muss ich also die Serie auch noch nachschauen?

  11. Update: Mad Men hab ich abgebrochen, hat mich nicht reingezogen. Besonders schlimm war die zweite Episode: reine Exposition, sonst nichts. Enttäuschend. Und das ganze "Wow, waren die Frauen unterdrückt in den 60ern!"-Thema hat mich etwas gelangweilt.Damages dafür ist phänomenal gut! Super spannend, tolle Figuren, komplex erzählt, ohne aufmerksame Zuschauer abzuhängen, wirklich stark. Glen Close ist hervorragend. Und die Hauptfigur Ellen Parsons fand ich erst etwas seltsam, weil sie manchmal eiskalte Anwältin und manchmal Rehaugen-Baabi ist. Dann hab ich gemerkt, dass das natürlich ihre Entwicklung ist, die sie unter der Fuchtel von Patty macht, und dass das deshalb eine grosse schauspielerische Leistung ist, diesen Wandel darzustellen.Bin mit der ersten Staffel beinahe durch, und die Premiere der zweiten Staffel ist ja gerade aufgetaucht und wartet schon auf mich.Hat Tip an Jarjour! Und wird offiziell ins Mandatory Viewing aufgenommen.

  12. Die Tatsache im 2010 noch auf Blogposts aus 2008 zu antworten erscheint mir im Twitter-Zeitalter nun doch gerade etwas seltsam… 🙂 Da die Posts jedoch einen Teil meiner Lieblings-Serien aus den Nuller-Jahren abhandeln und sich durchaus Gemeinsamkeiten ergeben, will ich da mal eine Ausnahme machen und noch eine Liste nachschieben. Vielleicht kann sich ja jemand noch etwas rausziehen. Natürlich nur im Original… und ohne Hilfe der „torrentesken“ digitalen Distribution… 😉 Die Geduld verloren habe ich eigentlich bis anhin nur bei Earl. Den Rest finde ich weitgehend sehr gut geschrieben und äusserst unterhaltsam… here we go:30 Rock (2006)Arrested Development (2003 – 2007)Battlestar Galactica (2004 – 2009)Black Books (2000 – 2004)Breaking Bad (2008)Californication (2007)Coupling (2000 – 2004)Deadwood (2004 – 2006)Dexter (2006)House M.D. (2004)Japanorama (2002 – 2007)Mad Men (2007)My Name Is Earl (2005)Oz (1997-2003)Scrubs (2001 – 2009)Six Feet Under (2001 – 2005)The IT Crowd (2006)The Office (2001 – 2003)The Sopranos (1999 – 2007)The Wire (2002 – 2008)Weeds (2005)…und bei dieser Gelegenheit gleich noch die Filme die mich 200X am meisten beeindruckt oder berührt haben:All About Lily Chou Chou (2001) – Shunji IwaiAudition (2000) – Takashi MiikeBin Jip (2004) – Kim Ki-DukBroken Flowers (2005) – Jim JarmuschChildren Of Men (2006) – Alfonso CuaronCity Of God (2002) – Fernando MeirellesDas Leben der Anderen (2006) – Florian Henckel von DonnersmarckFailan (2001) – Hae-sung SongGhost World (2000) – Terry ZwigoffGo (2001) – Isao YukisadaHappy Go Lucky (2008) – Mike LeighIn The Mood For Love (2000) – Wong Kar WaiLast Life In The Universe (2003) – Pen-Ek RatanaruangLinda Linda Linda (2005) – Nobuhiro YamashitaLove Exposure (2008) – Sion SonoMemento (2000) – Christopher NolanMulholland Drive (2001) – David LynchNoriko’s Dinner Table (2005) – Sion SonoOldboy (2003) – Chan-Wook ParkPeppermint Candy (2000) – Chang-dong LeeRequiem for A Dream (2000) – Darren AronofskySamaria (2004) – Kim Ki-dukStrawberry Shortcakes (2006) – Hitoshi YazakiSympathy for Mr. Vengeance (2002) – Chan-wook ParkThe Departed (2006) – Martin ScorseseVibrator (2003) – Ryuichi Hiroki

  13. @Takashi: Danke für die schöne Liste. Ich füge drum auch ein paar aktuelle Ergänzungen an:<b>Weeds</b>: Zufällig in die 4. Staffel reingestolpert und dann sofort alles von Anfang an nachgeschaut, ganz hervorragend. Eigentlich eine Soap, eine Familiengeschichte darüber, wie man in der Illegalität zusammenrückt; und ein wunderbarer Humor, die perfekte Mischung aus subtil und unflätig.<b>Coupling</b> ist natürlich ein britischer Klassiker und um Längen besser als Friends oder HIMYM. Und wenn wir grad bei den Briten sind:<b>The Mighty Boosh</b>: Auf diese Party komme ich spät, dafür um so begeisterter. Niemand kann mit so hoher Bildqualität so schlechte Papp-Figuren filmen wie die BBC. Abgefahrener Hippie-Humor, absurde Themen. Und die beiden Hauptdarsteller sind dann am besten, wenn man unsicher ist, ob sie jetzt improvisieren oder ob der schnelle Austausch geskriptet war. Die neue Staffel von <b>Scrubs</b> hat mich hingegen so enttäuscht, dass ich mich von der Serie verabschiedet habe. Die neuen Figuren sind flach und durchs Band schlecht gespielt und JD driftet immer mehr in eine Karikatur seiner selbst ab. Nur noch traurig.Wenn schon Sitcom, dann die Nerd-Pflicht-Show <b>Big Bang Theory</b>. Die Hauptfigur Sheldon, Physiker und Borderline-Autist, ist schlicht grossartig geschrieben und gespielt, seine Präzision in der Analyse von sozialen Situationen ist köstlich. Und dass das komplette Nerd-Vokabular verwendet wird, ohne es für das TV-Publikum zu verdummen, beweist, wie weit sich Populärkultur in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.Wer keine Angst vor neuen Formaten hat, schaut die Anarcho-Comedy <b>Tim & Eric Awesome Show, Great Job!</b>. So muss es sein, wenn man auf Droge ist. Da tanzen sich Säuglinge aus dem Bauch ("Make my bub bubs bounce!"), dritte Hoden werden rausgepresst und verschluckt, Laienschauspieler benehmen sich peinlich und nach einer Viertelstunde ist es glücklicherweise meistens vorbei, sonst würde man aus dem Mund schäumen.

  14. @Guido: Merci für das Update. Wie es der Zufall so will sortiere ich gerade englisch-sprachige SRT-Dateien die alle mit TBBT beginnen… ;-)Allen Serienjunkies die Weeds mögen, sei womöglich auch Breaking Bad ans Herz zu legen. Bin zwar erst in S02, bis anhin brilliert das Drama vor allem dank zahlreichen schauspielerischen Glanzleistungen, starkem Script und subtil eingestreutem Humor. Dabei will BE vor allem Drama und Sozialstudie sein und beobachtet dabei seine Figuren äusserst detailliert, lässt zunächst die aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammenden Protagonisten gegeneinander krachen, um dann wieder die im System verloren geglaubten Gemeinsamkeiten auszuformulieren. Soweit ich beurteilen kann, werden auch hier gängige Klischees weitgehend elegant umschifft. Könnte süchtig machen…Was Scrubs angeht… bin letztes Jahr irgendwo in S06 stecken geblieben und bin nun auch der Meinung man hätte den lang andauernden Höhenflug besser abgeschlossen.. Bleibt nichtsdestotrotz in bester Erinnerung. Mighty Boosh wird gleich programmiert… die Crew erinnert mich irgendwie an Spinal Tap…? 🙂 Gibt’s die Band wirklich?Und ja, Coupling = true classic… habe gerade ein Flashback des Dual-Audio-Dialogs zwischen dem Krausekopf und der Israelitin (Shadaim…) bei dieser Szene war ich damals vor Lachen fast vom Stuhl gekippt… 🙂

  15. Klar, Breaking Bad, wie konnte ich das vergessen! Top-Drama, wie du sagst. Man spürt den Wüstensand förmlich auf den Zähnen. Die Show gibt dem Hauptdarsteller Bryan Cranston die verdiente Chance zu zeigen, dass er deutlich mehr drauf hat als den Schusselvater aus Malcolm In The Middle (den er aber natürlich auch ganz wunderbar spielt).Apropos Spinal Tap: Da empfehle ich "Anvil: The Story of Anvil". Von vielen als "Real Life Spinal Tap" beschrieben, finde ich die Doku überhaupt nicht zum lachen, sondern eine Geschichte über Freundschaft, Familie, Verlieren, Enthusiasmus, Kunst, Ruhm, Alter, Freude, die Fähigkeit, niemals aufzugeben und METAL. Nur versteinerte Herzen heulen nicht. m/

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