Star Wars The Old Republic: Interview mit Ray Muzyka, BioWare

Heute morgen setzte ich mich mit Ray Muzyka zusammen, Mitgründer und Scheff von BioWare. BioWare hat ein lange Tradition von Rollenspielen, bei denen die Geschichte im Zentrum steht: Baldur’s Gate, Neverwinter Nights, Star Wars Knights of the Old Republic, Jade Empire oder Mass Effect.

Ray ist hier in Köln, um eine ganze Palette von neuen Games zu promoten: Dragon Age Origins, eine Rückkehr für BioWare, in die Fantasy-Welt von Zwergen, Elfen und Drachen; Mass Effect 2, Nachfolger des erfolgreichen Science-Fiction-Rollenspiels; und das Multiplayer-Online-Spiel Star Wars The Old Republic.

BioWare ist ein sehr beliebtes Studio aus Kanada, das schon sehr lange konstistent gute Spiele produziert – sei es nun in der Welt von Star Wars oder Dungeons & Dragons; oder in einer ganz neu geschaffenen wie bei Mass Effect.

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Ray Muzyka, Co-Founder and CEO, BioWare. Foto: Guido Berger

Ich sprach mit ihm über die Wahl zwischen Gut und Böse (ein Thema, das in vielen BioWare-Spielen immer wieder vorkommt), darüber, wie man heute die Unmengen von Inhalt produziert, die von modernen Games erwartet werden, und darüber, wie BioWare mit ihrem neuen Multiplayer-Online-Game Star Wars The Old Republic den Giganten der Branche World of Warcraft herausfordern will.

Hier das Interview:


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Für Star Wars The Old Republic ist noch kein Release-Datum bekannt, kommt irgendwann für PC.

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Mass Effect 2 kommt Anfang 2010 für Xbox 360 und PC.

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3 Gedanken zu “Star Wars The Old Republic: Interview mit Ray Muzyka, BioWare

  1. Das wird interessant werden: Gleich mehrere neue Gesichter auf dem Markt. Ein geradliniger WoW-Clone (Aion), ein neu aufgelegtes "echtes" F2P ohne RMT (Guild Wars 2) und SWTOR. Dann noch Runes of Magic — wenn Frogster denn endlich mal Spielerzahlen veröffentlichen würde, könnte man sogar ablesen, was sie für eine Wirkung auf den Markt haben.Dann kommt noch Free Realms in Deutsch (obwohl das in Englisch schon langweilig genug war), LOTRO und DDO werden eingestellt, die Zukunft von WAR ist unklar, AoC verblüfft mit horizontalen Erweiterungen statt tumber Level-Erhöhung.Es ist ne Riesenparty auf dem MMO-Markt!Trotzdem, auch SWTOR richtet sich nicht an den Explorer Bartle-Typ sondern scheint wiedermal ein blankes Achiever-Ding zu sein, und von denen haben wir doch schon so viele. Dabei würde ich mich so freuen, wenn einer mal ein erforschbares MMO machen würde. Vielleicht können das die Mainstreamer gar nicht und wir müssen zu den Indies (Dawntide, Gatheryn).

  2. Nach einer längeren Demo von SWTOR-Gameplay zeichnet sich nun ab, wie sie sich von der Konkurrenz abgrenzen wollen.Zunächst sieht das Interface sehr vertraut aus: Actionbars mit Abilities, die per Klick oder Zahl auf der Tastatur ausgelöst werden, Cooldowns, Lebensleisten; Star-Wars-WoW. Also nicht etwa Action und Button Mashing wie in den Singleplayer-Vorgängern Knights of the Old Republic (KOTOR), sondern klassische MMOG-Kämpfe.Allerdings sind diese Kämpfe deutlich kürzer, vor allem gegen Trash-Mobs; so wirkt das ganze actionlastiger, auch, weil die Kampfanimationen sehr detailliert sind, und man im Nahkampf mehrere Gegner beschäftigen kann und das nicht von einem unsichtbaren Radius abzuhängen scheint, sondern damit zu tun hat, ob das Lichtschwert den Gegner tatsächlich trifft oder nicht (ist evtl. Beschiss, sah aber so aus).Bezüglich Aussehen: noch stärker stilisiert als KOTOR, das Design erinnert comichaft fast schon an Clone Wars. Das ist ein stilistischer Entscheid, den man nach dem spektakulären Cinematic Trailer nicht erwarten würde und der ohne Zweifel kontrovers ist. Offenbar möchte man die "WoW sieht aus wie für Kinder"-Diskussion wiederholen.Für die Kämpfe hat man sich etwas wirklich Neues ausgedacht: ein Cover-System! Distanz-Angriffe können hinter Bäumen und Felsblöcken ausgeführt werden, was die eigenen Verteidigungs-Werte erhöht und andere Fähigkeiten verfügbar macht. Für PvE schon spannend genug, für PvP aber sicher noch wertvoller, weil Terrain strategisch wichtiger wird.Was The Old Republic aber sicher am meisten von anderen MMOGs absetzt, ist die Geschichte. Das streicht man bei Bioware gross heraus, im Spiel äussert es sich dadurch, dass jeder Quest per Game-Engine-Cinematics und Voice Acting (in drei Sprachen, E, D, F) angenommen wird, nicht mit einem Text. In Story-Quest gibt es auch Konversation mit wählbaren Antwort-Optionen (wie wir es aus Mass Effect und KOTOR kennen), die den Verlauf der Geschichte und den eigenen Ruf bei den NPCs verändern können. Hier fühlt sich SWTOR wie KOTOR an; BioWare meint auch, dass SWTOR eigentlich KOTOR 3, 4 etc. ersetze und man erst noch Buddies mitnehmen könne.Und das finde ich recht spektakulär: Wir sahen einen Quest in der Demo, der von zwei Spielern als Gruppe gespielt wurde. Die Dialoge wurden dadurch ebenfalls zu Multiplayer-Dialogen! Mal konnte der eine Spieler antworten, mal der andere; und je nach gewählter Antwort entwickelte sich die Szene anders. Das verspricht, doch deutlich vom bekannten "Kill x! Gather y!"-Schema abzuweichen. Im besten Fall fühlt man sich so als Teil der Welt und hat seine eigenen Erlebnisse, nicht die unzähliger vor einem. Im schlechtesten Fall wird SWTOR zu einem Massively Singleplayer Online RPG; die Demo zeigte z.B. nicht, was passiert, wenn der Freund viele Level höher ist (Kann man Quests wiederholen? Trotzdem mitmachen? Also in der Story zurückspringen?); oder wie sich zufällige Gruppen auf die Geschichte auswirken, wenn der pupertäre Ninjalooter immer gleich "Kill!Kill!Kill!" als Gesprächsoption auswählt und man selber lieber noch verhandelt hätte. Wenn mir einmal ein Arsch die Story versaut hat, spiele ich ab da wohl lieber allein.Die klaren Unterschiede zu WoW sind aber sicher viel versprechend. Dass die Geschichte so zentral ist, bedeutet aber auch, dass man sich wirklich für die Star-Wars-Welt interessieren muss. WoW kann man auch spielen, wenn einem Warcraft-Lore vollkommen schnuppe ist.

  3. Klingt nicht schlecht! Die Multiplayer-Dialoge sind wirklich was neues, und Fähigkeiten die nur in der Deckung verfügbar werden auch. Der Rest war in irgendeiner Form schonmal da:Voice Acting bei Quests: EverQuest 2. Deckung suchen: Dungeons & Dragons Online. Schnelle/actionlastige Kämpfe: Perfect World, Jade Dynasty und andere Martial Arts MMOs. Radius-basierte Melee-Angriffe gegen mehrere Gegner: Guild Wars (Sense und Dervish-Fähigkeiten).Es ist ja selten, dass etwas wirklich Neues entsteht, von daher ist das keine Kritik 🙂 Meistens braucht es nur eine gut gemachte Mischung aus bewährten Elementen, damit etwas neu scheint. EverQuest war auch nur DikuMUD mit Grafik, WoW war auch nur EverQuest mit weniger Bestrafung und besseren Quests usw.Ich freu mich, trotz Clone Wars Stil, den ich überhaupt nicht mag. BioWare haben selten enttäuscht. Sie sind aber auch eine grosse Spieleschmiede und können deshalb nicht stark vom Mainstream abweichen. Dawntide und Gatheryn finde ich interessant, weil sie recht weit weg von bekannten Pfaden spielen, obwohl Gatheryn voller Minigames ist und mich deshalb schon wieder verloren hat 😉

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