Meine 10 besten Game-Momente 2009

Natürlich ist es willkürlich, gerade im Dezember zurückzublicken und sich an Vergangenes zu erinnern. Und natürlich gibt es originellere Ideen als einen Jahresrückblick. Weil ich aber in der Regel im Wochentakt von einem Game zum nächsten hetze, geniesse ich jetzt diesen Blick zurück.

Ranglisten sind gefährlich: Sie suggerieren Objektivität, die Messbarkeit von Qualität und den Anspruch absoluter Wahrheit. Und sie können schnell langweilig werden: Wenn wir uns alle einig sind, dass dies die besten Games des Jahres sind (und damit die Liste objektiv wahr ist), dann haben wir damit nur bestätigt, was wir alle schon wussten – und hätten die Liste nicht gebraucht.

Das ist deshalb keine Rangliste der besten Games, sondern eine Liste meiner besten Momente beim Spielen in diesem Jahr. Befriedigung, Staunen, Respekt, Aufregung, Aha-Erlebnisse, Freude – Momente, in denen mir klar wurde, warum mich Games als Medium fesseln.

Und ich würde mich freuen, von euch zu hören – erzählt euren besten Game-Moment des Jahres in den Comments!

10. Trials HD: Restart, Restart, Restart…

Trials

Die Töff-Hindernisparcours von Trials HD sind knifflig. Das Spiel weiss das und lässt uns deshalb jederzeit mit einem schnellen Knopfdruck von vorne beginnen. Der Restart-Knopf wird zur Gewohnheit, ich drücke ihn oft reflexmässig, manchmal sogar zu schnell, in einer Situation, die man evtl. noch hätte retten können. Die meisten Levels (ausser vielleicht die auf den allerhöchsten Schwierigkeitsstufen) schafft man mit einigen wenigen Neuversuchen.

Doch einige sind richtig hart. Da gibt es diesen Level mit zwei grossen Stahlkugeln („Dynamic Range„) am Ende. Man springt auf die erste. Weil die Kugel frei rollt, darf man nicht zu viel Gas geben, weil sie dann nach hinten wegrollt und der Sprung auf die zweite Kugel zu weit wird. Es ist äusserste Präzision gefragt, wo man auf der Kugel landet (vor oder nach dem Scheitelpunkt). Und es reicht nicht ein guter Sprung, man muss drei davon hintereinander hinlegen: Auf die erste Kugel, auf die zweite und dann von da in Sicherheit.

Für diesen einen Level habe ich weit über 200 Versuche und eine halbe Stunde gebraucht. Und dann geschafft. Und das war wirklich sehr sehr schön. Und äusserst erstaunlich: Normalerweise bricht man Spiele, die so plötzlich so schwierig werden, einfach frustriert ab. Trials HD schafft es aber, den Ehrgeiz zu packen und zu halten.

9. Modern Warfare 2: Terror und Moral

Mw2

Die Diskussion über Krieg im Spiel, Terrorismus als Thema der Unterhaltung und die Komplexität von Spiel-Geschichten, die ich anlässlich von Modern Warfare 2 verfolgt und auch hier auf dem Blog mit euch geführt habe, hat mich fasziniert, inspiriert und beeindruckt. Das Spiel hat gezeigt, dass der öffentliche Diskurs über Games zumindest in einigen Medien einen Schritt vorwärts gemacht hat. Grosse konservative Zeitungen wie die NZZ oder die FAZ druckten Artikel ab, die bessere Grundkenntnisse und die Bereitschaft zeigen, das Medium Game als Kulturform ernst zu nehmen.

8. Grand Theft Auto IV: Die Rückkehr nach Liberty City

Gta

Ich bin dieses Jahr drei Mal nach Liberty City zurück gekehrt: Zweimal per Erweiterung von GTAIV („The Lost and Damned und „The Ballad of Gay Tony“) auf der Xbox, und einmal auf der DS mit „Chinatown Wars“. Diese Stadt und die Menschen darin sind mir ans Herz gewachsen, ich habe mich jedes Mal darauf gefreut, alte Bekannte wieder zu sehen und neue kennen zu lernen. Sehr überrascht hat mich ausserdem, wie sogar die DS-Version diese Stadt zum Leben erweckt. Schliesslich ist das kein echtes 3D, sondern mehr klassisch von oben wie vor GTA3. Und so habe ich in „The Ballad of Gay Tony“ Hinterhöfe und Stadtviertel wiedererkannt und mich an Missionen erinnert, die ich in „Chinatown Wars“ dort gespielt habe. Diese Stadt hat so viel Charakter, dass dieser Plattformen und Technologien überspringen kann. Deshalb war ich etwas traurig, als der Abspann von „The Ballad of Gay Tony“ lief – der Abschied fällt schwer.

7. Tetris: 16’189 Punkte in 3 Minuten

Tetris

Ich spiele sehr oft Tetris auf dem Handy (meistens auf dem Klo). Und zwar die „Ultra“-Variante: So viele Punkte wie möglich in 3 Minuten. Anfänger machen so zwischen 3’000 und 4’000, wenn ihnen keine groben Fehler unterlaufen. Mein Rekord: 16’189 Punkte, das sind 39 abgetragene Linien. Da sass ich auf dem Thron und fühlte mich wie der König der Welt! Das gelingt nämlich nur, wenn man keinen Fehler macht, keine Sekunde zögert, immer nur 4er-Reihen abträgt für die Kombopunkte – und auch dann müssen die Steine noch gut kommen. Immerhin weiss ich nun, dass 40 Lin
ien möglich sind, mein nächstes Ziel – mehr scheint beinahe unmöglich. Eine echte Leistung, auf die ich stolz bin.

6. Flower: Aaaaaaaahhhhhhh!!

Flower

Das Entspannungs-Spiel Flower erzählt eine simple Fabel vom guten Wind-Strom, dem bösen Atom-Strom und seinen bösen Stahlmast-Schergen. Die konzeptionelle Weiterentwicklung von flOw gefiel mir gerade wegen dieser Geschichte, die dem Spiel einen roten Faden verleiht und verhindert, dass das einfache Gameplay repetitiv wird. Der Schluss der Geschichte hat mich wirklich bewegt, etwas, das bei Spielen nur ganz selten vorkommt.

Wir, der Wind, sind vom Land in die Stadt gekommen, und befreien sie aus der kalten Umklammerung des Stahls, bringen Farbe und Licht, und dringen immer weiter zum Ursprung des Übels vor, einem Turm mitten in der Stadt, ein gewaltiger architektonischer Albtraum aus Stahlmasten, Gittern und gefährlichen Kabeln. Die Bedrohung ist mit einfachen Mitteln, aber absolut überzeugend dargestellt – und trifft mich direkt, weil ich tatsächlich vor gut zwanzig Jahren einen Albtraum hatte (wohl der einzige überhaupt, an den ich mich erinnern kann), in dem sich Stahlbalken über Stahlbalken schichteten und eine klaustrophobische Panik auslösten.

Und genau durch diesen Albtraum fliegen wir nun, von unten in den Turm, Balken und Spitzen und Gitter zerspringen unter dem Ansturm des Windes, wir dringen immer weiter nach oben, immer schneller, bis wir in einer wahrlich orgasmischen Entladung oben aus dem Turm spritzen, den Stahl sprengen und die Stadt unter uns mit gleissendem Licht überfluten.

Eine hochemotionale Schlussszene, schon fast beängstigend tiefenpsychologisch aufgeladen – und das in einem Spiel, das mit der Anweisung „Entspann dich und hab Spass!“ tiefstapelt.

5. Plants vs. Zombies: Die Katze mit dem Lenkwaffenschwanz

Pvz

Ach, ist dieses Spiel charmant! Die Pflanzen, die wir vor den Zombies retten müssen, sind knubbelig, süss, fröhlich; die Zombies tumb und angenehm eklig. Und wenn eine Erbse auf einen Eimer-Helm trifft, erklingt ein Geräusch, das ich nun schon zigtausendmal gehört habe und das mich immer noch zum Schmunzeln bringt. Das letzte Blinzeln eines gesprengten Zombies, bevor er zu Staub zerfällt, der verdatterte Ausdruck eines Zombies, der von einem Ankemödeli gestoppt wurde, und Michael Jackson als Thriller-Zombie sind weitere Beispiele für die Liebe zum Detail des Spiels.

Und dann schaltete ich spät im Spiel die oben abgebildete Katze mit dem Pfeifenputzer-Schwanz frei. Die roten Projektile, die sie abfeuert, sind Lenkwaffen: Sie suchen sich den Zombie, der gerade am bedrohlichsten ist (weil am nächsten), egal auf welcher Bahn er dahergeschlurft kommt. Das bedeutet: Man muss nicht jede Bahn einzeln verteidigen! Klar, das hätte mir auch schon bei der Knoblauchzehe auffallen können (ein Zombie, der auf sie trifft, knabbert daran, macht ein angewidertes Gesicht und weicht auf eine andere Bahn aus), es machte aber erst bei der Katze Klick. Diese Erkenntnis öffnete komplett neue Strategien und Problemlösungen; und das zu einem Zeitpunkt, als ich dachte, ich hätte begriffen, wie das Spiel funktioniert. Das ist schlicht grossartig. 

4. Balance of Power 21st Century: Ich löse den Nahost-Konflikt

Bop

In der Rolle des amerikanischen Präsidenten nach 9/11 entscheide ich mich, den Nahost-Konflikt zu lösen, um damit dem Terrorismus eine wesentliche Legitimationsgrundlage zu nehmen. Statt wie in anderen Strategiespielen Einheiten zu bauen und zu verschieben oder als Soldat auf dem Schlachtfeld alles niederzumähen, benutze ich in „Balance of Power“ dazu ein Dialog-System. Ich wähle Verben und Objekte aus und konstruiere damit Sätze wie „Ich bitte die Europäer, Ariel Sharon unter Druck zu setzen, den Siedlungsbau zu stoppen“. Dann zeigt mir das Spiel die Reaktionen der Beteiligten an. Nach unzähligen Rückschlägen gelingt es mir, dass die Palästinenser das Existenzrecht des Staates Israel anerkennen und diese ihrerseits die Siedlungen auflösen. Frieden im Nahen Osten ist in Greifweite.

Dieser Moment war nicht nur ungemein befriedigend, weil die Aufgabe so schwierig zu lösen ist. Sondern auch, weil das Spiel eine mögliche Zukunft von Dialog-Systemen und ganz allgemein des interaktiven Erzählens aufzeigt.

3. Street Fighter IV: Der Arbeitsunfall

Sfiv

In meinem Review von Street Fighter IV habe ich beschrieben, wie viel Geduld und Training das Spiel fordert und wie es belohnt, wenn Können und die richtige Strategie zum Sieg führen. Was ich da noch nicht wusste: Ich würde noch sehr viel mehr Geduld benötigen, um die Folgen von Street Fighter IV wegzustecken.

Beim Spielen verletzte ich mich nämlich am linken Daumen. Nur eine kleine Wunde in der Haut, genau an der Stelle, wo der Daumen auf dem linken Stick aufliegt. Weil ich für das Review weiterspielte, entzündete sich diese Wunde und das nachwachsende Gewebe begann zu wuchern (sog. „Wildes Fleisch„). Mit anderen Worten: Mir wuchs ein Geschwür am Game-Daumen. Erst nach zwei ambulanten Eingriffen und fünf (!) Monate später war der Daumen wieder verheilt.

Street Fighter IV war deshalb mein erster (und hoffentlich letzter) Arbeitsunfall als Game-Redaktor.

2. World of Warcraft: Der Fall Naxxramas‘

Naxx-1

Jeden Montag Abend um acht loggen sich rund zwei Dutzend Spielerinnen und Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in World of Warcraft ein, wir treffen uns zum Gilden-Raid. Wir tragen Namen wie Alphonse, Torquemada, Schnorz oder Rohrimhirn, einige von uns kennen sich persönlich, einige haben sich ausserhalb des Spiels noch nie gesehen. Wir sehen unsere jeweiligen Spielfiguren auf dem Bildschirm (z.B. Magier oder Krieger, Mensch oder Zwerg). Wir tragen alle Headsets und können so miteinander sprechen. Wir bilden ein Team mit 25 Personen, teilen Aufgaben zu. Und dann ziehen wir los, z.B. in die Burg Naxxramas, und kämpfen dort gegen die Spinne Maexxna, das Frankenstein-ähnliche Monster Flickwerk oder einen Herrn, der Gothik der Ernter genannt wird, weil er Seelen erntet.

Meistens scheitern wir. Dann wird eine neue Taktik besprochen oder einfach geübt, geübt, geübt. Wenn ein „Boss liegt“, ist das nicht nur eine persönlicher Erfolg, weil man seine Aufgabe gut erfüllt hat, sondern auch ein Erfolg des Teams, weil wir etwas gemeinsam geschafft haben, weil wir gemeinsam an der Aufgabe gewachsen sind und sie schliesslich meistern konnten.

Als wir deshalb Kel’Thuzad besiegt hatten, den allerletzten Gegner in Naxxramas, war das der Abschluss einer fast zehnmonatigen Entwicklung. So lange arbeitete unsere Gilde, unser Team auf dieses Ziel hin. Wir haben uns gefühlt wie Meister.

1. Noby Noby Boy: Japanischer Wahnsinn

Noby

Noby Noby Boy ist ein Spiel ohne Ziel und Regeln, ein Werk von Keita Takahashi. Und ich kann noch immer nicht wirklich beschreiben, wie es ist, geschweige denn erklären, warum es so gut ist. Dieser japanische Wahnsinn hat mich so inspiriert, dass ich mein Review in der Gedicht-Form des Haiku (drei Zeilen, mit 5/7/5 Silben) verfassen musste. Sollte ich damit jemanden noch mehr verwirrt haben, als es das Spiel ohnehin schon tat, dann betrachte ich meine Aufgabe als erfüllt.

Muffelt nicht so ernst!
Spürt die Freude des Noby!
Strecken ist alles.

Und jetzt seid ihr dran – was war euer Top-Game-Moment des Jahres?
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20 Gedanken zu “Meine 10 besten Game-Momente 2009

  1. Mein bester Game-Moment des Jahres war, bei "FlightControl" (Iphone) 82 Flieger sicher gelandet zu haben und das nämlich auch noch im beschleunigten Modus (!!!) und während ich bei meinem lieblings Pakistani auf mein Curry Take Away wartete – na, wenn das mal nicht ne’Leistung ist.

  2. Mein bester Game-Moment 09 war ganz klar die meiner Meinung nach gefühlstiefe, gesamthafte Erfahrung von Dragon Age Origins. Mir persönlich hat einfach jeder Aspekt in diesem Spiel gefallen: Spannende Story, sehr interessante Charakter, stimmiger Soundtrack und schlicht und einfach einer der besten (englischen) Synchros seit langem.Hiervon abgesehen muss ich sagen, dass ich mich kaum an andere Highlights im Gaming Bereich erinnern kann, für mich war 2009 trotz Uncharted, Dragon Age und Modern Warfare ein schwaches Jahr der Branche.Wie dem auch sei, mit Heavy Rain und XIII haben wir ja zwei sehr hochkarätige und vielversprechende Titel im Frühjahr, passt.

  3. Schwierig, denn ich glaube, ich hatte überhaupt noch keine Zeit für die Games, die mir die besten Game-Momente 09 hätten bescheren können. Die kommen dann erst 2010 dran.Aber das eindrücklichste war: Ich hatte dreimal World of Warcraft ausprobiert und es nie wirklich toll gefunden. Ich bin ein EverQuest-Veteran und irgendwie fühlte sich EQ ganz anders an, da war eine Art sozialer Zusammenhalt auf jedem Server und bei jeder Gilde. Bei WoW habe ich das total vermisst. Auch wenn das Ding technisch besser dasteht als EQ, es fühlte sich an wie ein nasser, toter Fisch.Andere MMOs fühlten sich genau gleich an, deshalb hatte ich die Hoffnung auf ein tiefes, sozial angehauchtes MMO schon lange verloren. Bis ich letzte Woche EverQuest II fand. Ausgerechnet EQ2. Der Gilden-Manager ist fantastisch, das LFG super, die Partikeleffekte sind (in Bewegung) wunderschön anzusehen und die Quest-Stränge sind nicht immer nur Fetch & Kill. Player Housing, Guild Halls mit vielen nützlichen Dingen, und lauter kleine Features die den persönlichen Zusammenhalt fördern. Geil!Das macht sich auch bei den Leuten bemerkbar, man ist grösstenteils höflich, erwachsen. Die Atmosphäre ist auch eine andere, nicht das nervöse Nonstop-Vorwärtspreschen aus WoW. Man geniesst das Spiel noch, auch vor dem Level Cap, und die ersten Dungeons gibt es schon ganz ganz früh.Ausserdem werden Gruppen belohnt.Ich hätte nicht gedacht, dass ich den alten Käse jemals gut finden würde, aber ich musste wiedermal einsehen, dass es die _Leute_ sind, die ein MMO gut machen. Super Leute auf dem Mistmoore-Server 🙂

  4. Mein persönliches subjektives Highlight in der Welt der Games war dieses Jahr definitiv die Gamescom in Köln. Nicht nur die Hinreise im CityNight Line war ein voller(!) wenn auch ein schlafloser Erfolg. Der Zwischenhalt in Mannheim, wo es angeblich den grössten Döner geben soll, war ebenfalls sehr unterhaltsam und spannend: Gross war er, aber auch genauso schlecht im Geschmack, aber interessant. Nach der Ankunft in der offensten Stadt der Welt bekam wir auch gleich die Toleranz der Kölner zu spüren: Zwei junge Kölner flüchteten vor einem wild gewordenen Obdachlosen der der mit den Armen fuchtelte und nicht mit Flüchen sparte und plötzlich auf uns zu steuert… und uns freundlich begrüsst! Was für eine Stadt. Gerade ich als Landei war mit dieser paradoxen Situation kurz überfordert.Nun galt es aber noch 3 Stunden bis zur Öffnung der Pforten der Gamescom zu überbrücken, was eigent sich da besser als eine Bar die schon oder immer noch geöffnet hat und leckeres Kölsch ausschenkt?Endlich nach 9:00 an der Gamescom angekommen galt es dann erst einmal 3 mal so richtig lange anzustehen. Doch es halt sich gelohnt, das Essen war fettig und gut: Kartoffelsalat und Schnnitzel! Genau das richtige. Das ganze wurde dann aber noch von einer Final Fantasy Cosplayerin übertrumpft: Lulu inkl. Mogry. Wow!Am Nachmittag war Sonnenbrand, Rippchen und Kölsch im nächsten Park angesagt und am Abend direkt an die Gamesom Party mitten in der Stadt und Currywurst essen und noch mehr Kölsch trinken bis es dann wieder mit dem Zug nach Hause ging.Aber warum erzähle ich das alles? Ganz einfach: Ich habe weder ein Spiel auf der Gamescom gesehen, da einfach zuviele Leute da waren (war auch eine super Idee am Samstag dorthin zu gehen) noch gab es DAS Highlight für mich dieses Jahr. Klingt reichlich negativ doch leider sieht es auch (fast) so aus. Ich spiele immer noch Megaman9, MGS4, Team Fortress 2, UT2004 und Puzzle Quest. KOTOR und Mass Effect habe ich auch wieder in Angriff genommen. Doom3 und Prey neu installiert und wieder mal reingeschaut. Bioshock endlich mal durchgespielt und in Ratchet & Clank ToD endlich alle Omega Waffen erworben. Silent Hill Homecomming war nett, aber nett ist für ein Silent Hill einfach falsch. Resident Evil 5 war nicht einmal nett und Batman eine Augenwischerei. Killzone2… was soll man zu bärtigen, übermacho Space Marines sagen die Krieg führen? Am besten nichts, ich würdige einfach den Mulitplayer als grandios. Ninja Gaiden Sigma 2 kommt nicht an seinen Vorgänger heran und für Street Fighter IV bin ich einfach zu… zu… ich bin einfach ein SF-Noob und war es schon seit den SNES. Wolfenstein eine Entäuschung Single- als auch Mulitplayermässig. Natürlich gibts noch mehr Enttäuschungen, fallen mir aber spontan nicht ein…Natürlich spiele ich auch Modern Warfare 2, doch eigentlich auch nur weil mich die Belohnungen süchtig gemacht haben (ok, dann noch 10 Kopfschüsse für die Urbane Bemalung und noch 4 Treffer mit dem Schalldämpfer für die TAR-21 für den Herzschlagsensor und achja noch 1 FFA gewinnen und noch 2 Bomben in Sabotage entschärfen *geifer*). Den Singleplayer habe ich nur mal kurz bei einem Kumpel angezockt. Angewidert von der Politik und Strategie von Activision habe ich es mir sogar für die PS3 anstelle für den PC gekauft. Stichwort "not balanced for lean" und keine dedizierten Server (oO). Nun habe ich den Salat ich darf mich von 14 jährigen beschimpfen lassen, die das Spiel eigentlich gar nicht erwerben dürften, falls ich nicht alle im vornherein auf Stumm schalte.So aber genug gejammert! Left4Dead2 einfach ein schönes Spiel, fast perfekt. Plants Vs. Zombies perfekt (ich liebe meinen Zen-Garten)! Und Borderlands! Borderlands das beste Spiel dieses Jahres MEIN HIGHLIGHT (habe am Anfang der Dramaturgie wegen ein bisschen geflunktert). Schöne Grafik, Super Synchro, stupides Spielprinzip! Ja ich liebe stupide Spielrpinzipe. Sammeln, Sammeln, Sammeln, Vergleichen, und weiter sammeln. Danach noch mehr Waffen sammeln, nachdem man sie verglichen hat. Torchlight sammlen, sammeln, sammeln, vergleichen, ausrüsten, Monster ins Jenseits Klicken. Serious Sam HD. Killing Floor (stupider gehts wohl kaum). Quake Live *schwing*. HAWX. Obwohl sich das Medium Games immer mehr zum Mainstream Massenprodukt (MW2) ähnlich dem Film- oder Musikbusiness mutiert, gibts doch noch schöne, gute und/oder unnötig brutale Spiele die mich unterhalten können und die ich lieben kann. Nicht zu vergessen, dass Dead Space2, ME2, Bioshock2, Dantes Inferno, Bayonetta, Heavy Rain und natürlich FFXIII vor der Türe stehen und schon ihre Gravitationsstiefel, Sandalen, Halbschuhe und Pumps schon auf dem Fusabtreter abwischen. Juhu!Achja, wird glaub Zeit dass ich mir mal Flowers erwerbe.tl;dr 2010 wird alles besser! (als ob) 😀

  5. Eines meiner Highlights war der erste Double-Kill mit Ezio in Assassin’s Creed II. Hab mich gefreut wie ein Kleinkind. Ein weiterer aus Assassin’s Creed II waren die Speerkonter. Genial!Auch cool war das Sniper vs. Spy Update für TF2. Hab ich mich auch wieder vor den PC gesetzt.Und viele mehr, an die ich mich nicht mehr erinnere ^^

  6. @Simon: 2009 fandest du ein schwaches Jahr? Da hätte ich gern noch ein, zwei Argumente dazu. Bist du Fan von einem speziellen Genre und da enttäuscht?Ich finde nämlich im Gegenteil, 2009 war ein sehr gutes Jahr. Es gab eine unheimliche Vielfalt der Inhalte und Genres; nicht nur tolle Action-Blockbuster (wie z.B. Uncharted 2) oder grossartige Shooter (Modern Warfare), sondern auch viel Experimentelles (Flower, Noby Noby Boy). Überhaupt ein richtiger Boom der Indie-Szene, dank den Plattformen PSN, Xbox Live und dem iPhone. Apropos: mit dem iPhone und dem iPod Touch erleben wir das rasante Erwachen einer Game-Plattform (ich schätze, schon in einer ähnlichen Liga wie die DS), die sehr zugänglich ist für Entwickler und deshalb die Indie-Szene weiter beflügeln wird.

  7. @Ramon: Deine Erfahrung mit WoW kann ich zwar nachvollziehen, aber nicht teilen. Klar, den Allgemeinen Chat-Channel habe ich schon lange deaktiviert und Handel mitzulesen, ist oft haarsträubend. In unserer Gilde ist das Klima aber sehr ähnlich, wie du es beschreibst: erwachsen, freundlich, sehr angenehm.Du hast aber natürlich recht: ein MMO lebt sehr stark von den Leuten, die es spielen; und da hat WoW halt einen einfachen Vorteil: so viele tun es, man kann sich die richtigen auswählen.Das mit dem Geniessen ist mir dieses Jahr in WoW sehr stark aufgefallen. Man darf sich einfach nicht von den wenigen Elite-Gilden und der daran aufgehängten WoW-Blog-Szene ins Bockshorn jagen lassen. Dort kriegt man den Eindruck, die hätten alle Ulduar schon lange auf Farm. Weil das halt immer die sind, die am lautesten brüllen, vergisst man leicht die anderen 11.99 Millionen, die von den schwierigen Raids noch weit weg sind und trotzdem Spass haben.Und dann sind im aktuellen Patch ja noch supertolle neue Features hinzugekommen: Der Dungeon-Finder ist genial, ebenso der neue Quest-Tracker mit Karte. Als EQ-Veteran findet man das wohl alles zu einfach und zu Fast Food; aber es sind Mittel, die Spieler dazu bringen, wieder mehr in Dungeons und auf Quests zu gehen, statt nur immer in Ulduar oder PDK rumzuhängen. Und so die tollen Welten sehen, die Blizzard baut.

  8. @Harry: Ja, die Gamescom war für mich auch ganz speziell, weil ich dieses Jahr vor allem Interviews gemacht habe, was viel entspannter und auch spannender ist als Demos, Demos, Demos. Hab ich nicht auf die Liste genommen, weil <a href="http://guido.posterous.com/tag/gamescom2009">hier ja schon ausführlich berichtet</a>.Borderlands musste ich aus Zeitgründen auslassen, was mir nicht leicht gefallen ist. Borderlands habe ich schon 2007 noch an der Games Convention in Leipzig das erste Mal gesehen, und in seiner Nische von Waffen-Sammel-Shooter war das sicher eine positive Überraschung. Von Fallout 3 wurde es dann allerdings so deutlich überflügelt, dass der Entscheid, von eine "realistischeren" auf die Cell-Shading-Grafik umzusteigen sicher sehr geschickt war (auch wenn das so spät in der Entwicklung grauenhaft geschmerzt haben muss).Deine Sorge, dass Games zu einem reinen Mainstream-Medium werden, teile ich nicht, siehe Indie-Szene im Comment oben. Was allerdings immer noch weitgehend fehlt, ist das Studio-Modell, das im Kino so erfolgreich ist: Dass die grossen Blockbuster genug Geld einspielen, dass auch kleine Filme möglich werden, die sich gezielt nur an ein kleines Publikum richten. Die grossen Publisher (EA, Activision) tun in diesem Bereich viel zu wenig, obwohl die im Geld schwimmen. Da herrscht oft eine Mentalität des Spielzeugverkäufers vor (Was wird diese Saison der Renner? Lasst uns ganz viel davon produzieren!). Ein Hollywood-Studio sieht aber immer die Kunst im Vordergrund, auch wenn es Blockbuster produziert. Und das geht eben nur, wenn man auch ab und zu mal tatsächlich Kunst produziert. Dieses Bewusstsein muss in der Games-Branche erst noch wachsen.

  9. @Guido: Bis zur unspielbarkeit vereinfacht darf ein MMO nicht sein, sonst ist es langweilig, aber auch als EQ-Veteran habe ich nichts gegen Features, die einem das Leben zwischen den Dungeons und Quests vereinfachen :)So lange dadurch nicht die Spielmechanik an sich auf tumbes Button-hauen runtergefahren wird, ist das alles im Rahmen. Klar ist WoW einfacher zu verstehen und zu bedienen als EQ, es it auch keine so harte Domina. Ich erinnere an Corpse Runs und Corpse Rotting: alle Ausrüstung blieb auf deiner Leiche, wenn die nach 7 Echtzeit-Tagen verfaulte, gingen auch alles futsch, was in ihrem Inventar war. Egal, ob du 6 Monate dafür gekämpft hattest. Das schuf zwar richtige Todesangst, aber war im Nachhinein betrachtet schon ziemlich hardcore.Das interessante an EQ2 ist, dass sogar die öffentlichen Channels sehr angenehm sind. So, wie bei WoW die guten Gilden! Es hat vielleicht auch etwas mit dem Alter zu tun. In meiner Gilde sind die meisten zwischen 28 und 50. Viele haben zuvor schon zehn Jahre EQ1 gespielt. WoW lockt vielleicht eher die 13jährigen, und vor 17 Jahren hab ich auch noch gedacht, in l33tsp34k zu schreiben und jeden Satz mit "lol" zu beenden sei superwitzig.Ich werde WoW sicher nochmal ausprobieren, wenn Cataclysm da ist. Vielleicht kann es mich beim vierten (fünften?) Anlauf überzeugen. Meine Gilde war eine absolute Achiever-Gilde aus den höchsten Tiern, das hat es auch nicht lustiger gemacht. Vielleicht muss ich eine Casual-Gilde finden.In der Zwischenzeit geniesse ich mal EQ2. Es hat überraschend viel Tiefe. Player Housing, Guild Halls, Guild Levels, Collections, Mentoring, 3D-Map-Pointer, lauter Sachen, die man sonst selten findet. Ausserdem: Sehr lustige Partikel- und Glow-Effekte bei Spezialattacken 🙂 Shiny!

  10. Definiere Highlight:Ein Spiel mita. neuem Prinzipb. welches den Spieler fesseltc. Grafisch was bietet (optional)d. Multiplayer mässig was bietet (da dies meiner Meinung nach much more fun ist)Ehrlich gesagt gab es für mich kein Game, dass mich wirklich über längere dauer gefesselt, geschweige denn ein neues Spielprinzip hervorgebracht hat.Ich bin zwar auch nicht enttäuscht, aber ich hätte mehr erwartet.Wenn ich jetzt aber meine "Spitzenreiter" wählen müsste so wären diese fürs 2009:MW2 (obwohl non dedicated server Müll sind und ich mich wirklich damit abmühen muss Leute zu Muten). Auch hier gilt das holen von Achievements als "Suchtfaktor" dazu…undCastle Crusher … Herrlich schön im Multiplayer möbeln auch wenn hier nicht viel neues drin ist (klingt schon paradox zum Text oben).Ansonsten sind die älteren Spiele wirklich mehr fun:Supreme Commander oder C&C Generals… oder aber der Q3 Urban Terror mod, auch TF2 gehört dazu. Oder ganz Classic, Indi, Monkey Island, Lucasarts Games allg. und nicht zuletzt Diablo 2Grundsätzlich habe ich mich durchs Jahr durch immer wieder über Games informiert… vieles hätte man kaufen können aber ich glaube durchs Alter bzw. das Spielen von vielen Games wird man sensibler oder aber es benötigt mehr um begeistert zu werden.Mal schauen was 2010 noch bringt… Ich warte mal auf D3 und SC2

  11. Deffinitiv Assassins Creed 2. Alles einfach genail, vorallem die Graffik war überzeugend. Froi mich auf Assassins Creed 3

  12. Für mich eigentlich unerklärlich, den Deamons Souls wird nirgends erwähnt. Es kam ja schon im Frühling raus, aber nur auf Japanisch, und da es doch recht kompliziert und schwierig ist (wenn nicht klar das Schwierigste Platform-Spiel!), kam es dann nur in den USA im November raus. Das Spezielle an diesem Game, abgesehen von der Top-Grafik, Spielfluss, relativ kurze Ladezeiten ist, dass man das Spiel niemals abspeichern, also Pausieren kann. Man muss also die einuzelnen Stages mit dazugehörenden Bosses in einem Rutsch durchspielen. Dazu kommt ein einmaliger Online-Spielmodus. Aber ich kann hier nicht auf alles eingehen, das würde zu lange dauern. Macht Euch doch mal selbst ein Bild darüber. Ist echt ein totaler Geheimtipp.

  13. Ah, fast vergessen, fürs 2010 freue ich mich natürlich vollst auf God of War III für die PS3 und auch noch Bioshock 02!

  14. Für mich klar Tekken 6, als langjähriger Tekkenspieler mein Game des Jahres. Ärgerlich sind ganz klar die langen Ladezeiten, jedoch wird dies durch die schöne Grafik wettgemacht. Am Anfang hat mich der Storymodus sehr verärgert da es nicht nach dem klassischen Schema sondern mehr nach dem Tekken Force ging was man von den früheren kannte. Nach kurzer Zeit jedoch gefiel mir es mehr und mehr, interessante Story und das Intro ist für mich als alter Tekken-Knabe sehr interessant die Tekken Story auf einen Schlag, zusammengefasst zu sehen. Für 2010 freue ich mich auf Final Fantasy XIII von dem ich mir viel verspreche.Lassen wir uns überraschen

  15. An alle AssCreed-Fans:Warum und vor allem was war denn an AssCreed so toll? Und sagt jetzt nicht "die Grafik" oder "die Story". Ersteres ist eine Grundvoraussetzung, um überhaupt in die nähere Auswahl zu kommen; und bei der "Story" habe ich erhebliche Zweifel (warum z.b. braucht es zwei Hauptfiguren, eine davon nur virtuell). Was an der Grafik war so toll? Warum ist die Story gut?

  16. Und ich nehme mich gleich an der eigenen Nase: Meine "Begründung", warum Noby Noby Boy so toll ist, ist ja eher kryptisch. Ich verweise darum auf den <a href="http://www.eurogamer.net/articles/games-of-2009-noby-noby-boy-article">Artikel von Oli Welsh für Eurogamer</a>, der sehr eloquent erklärt, warum:"<em>By the end of the day I was in a completely different frame of mind, and had rediscovered a simple, inquisitive pleasure in interaction that […] it’s all too easy to forget in the race to the next achievement. <b>Noby Noby Boy was the only game I played in 2009 that changed the way I thought</b>.</em>""<em>In 2009, [games have] been deeply conservative. There were many excellent releases, but how many of them surprised us, or changed how we felt about games? […] I loved playing these games […]. They were supremely easy to consume. But you can’t consume Noby Noby Boy. You can’t complete it. It offers you no validation or sense of accomplishment. This was the game that dared to wonder why I wanted to be told what to do in order to have fun; the game that dared to ask me what I felt like doing myself; <b>the game that dared to ask me what I thought a game was, rather than telling me what it thought I wanted to hear</b>.</em>"

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