Final Fantasy 13 im Zucker-Rausch

Final Fantasy 13 ist ein klassisches JRPG, ein japanisches Rollenspiel, das die glanzvolle Tradition der Final-Fantasy-Serie fortführt – ein wilder, farbenfroher Mix aus Ethno-Mystik, Science Fiction und Pop.

Es ist das erste Final Fantasy, das für die neue Konsolen-Generation erscheint und es ist schlicht atemberaubend schön anzusehen. Die Serie ist bekannt für die tollen Zwischensequenzen, die immer noch als die Messlatte gelten, was man mit Computer-Animation erreichen kann. Jetzt ist auch die normale, in Echtzeit erstellte Grafik im Spiel nahe an den im Voraus produzierten Sequenzen dran.

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Trotz des visuellen Feuerwerks hat es Final Fantasy 13 gegenüber der Game-Kritik schwer. Dem Spiel wird seine strenge Linearität, die langatmige und komplizierte Geschichte und das stark vereinfachte Kampfsystem um die Ohren gehauen.

Da hat die Kritik total recht. Trotzdem: Vor lauter Theorie-Diskussion scheint man die Begeisterungsfähigkeit verloren zu haben. In den Argumenten zeigen sich neben Übersättigungserscheinungen auch Verständnisprobleme. Meine Vermutung: Mit den Theorie-Argumenten versucht man ein Gefühl zu maskieren, das mehr mit Geschmack und Kultur zu tun hat, als man bereit ist, zuzugeben.

Die Geschichte in Final Fantasy 13 dreht sich um eine paradiesische Welt Cocoon, die vom Sanktum, einem theokratischem Rat regiert und behütet wird. Dieses Sanktum sagt von sich, im Auftrag übermenschlicher Wesen zu handeln, den Fal’Cie. Doch kein Paradies ohne Hölle: Die heile Welt Cocoons ist bedroht durch die Unterwelt Pulse, und auch dort sollen die mysteriösen Fal’Cie die Fäden ziehen, es seien allerdings andere, böse Fal’Cie.

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Das Sanktum scheint diese Geschichte ruchlos zur Erhaltung der eigenen Macht auszunutzen. Gute gegen böse Fal’Cie, und dazwischen die Menschen, die auf keinen Fall mit den bösen Fal’Cie in Berührung kommen dürfen. Das Sanktum beansprucht den rechten Weg für sich und schreckt sogar nicht davor zurück, Menschen zu deportieren und umzubringen, die in die Nähe eines bösen Fal’Cie gekommen sind. Unseren Helden ist aber genau das passiert, sie werden zu L’Cie, zu Menschen, die mit dem Fluch des Fal’Cie belegt sind, sichtbar als eine rot leuchtende Tätowierung. Das Sanktum lässt sie jagen und will sie in einem Schauprozess vorführen, um den Einwohnern von Cocoon klar zu machen, auf welche Seite man sich besser nicht schlägt.

Diese düstere Geschichte steht in einem starken Kontrast zur Stimmung, die im Spiel vorherrscht. Obwohl es um Leben und Tod der Figuren und ihrer Welt geht, sind sie doch oft fröhlich und zu lustigen Sprüchen aufgelegt. Sonnenuntergang und Feuerwerk knallen in den kräftigsten Farben, besonders das Mädchen Vanille tanzt und singt bei jeder Gelegenheit und auch dann, wenn sonst niemand tanzen würde. Auch das Melodrama wird dick aufgetragen, einzelne Figuren können vor Verzweiflung Hände ringend auf die Knie fallen. Im nächsten Moment stehen sie aber gleich wieder auf, kämpfen gegen eine Schar rot-violett leuchtender Kampfschnecken und sondern dabei quirlige One-Liner wie „Yay us!“ ab.

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Für jemand, der auf westliche Rollenspiele wie Fallout oder Dragon Age und deren düstere Grundstimmung steht, muss das alles unheimlich deplatziert wirken. Auf der einen Seite eine Geschichte um die religiös motivierte Ausrottung ganzer Teile der eigenen Bevölkerung und übermenschliche Wesen, die mit den Menschen spielen, als wären sie Staub. Und auf der anderen Seite Mädchen und Jungen, die aussehen, als stünden sie auf der Bühne der ultimativen Tanz-Show, und Hintergrund-Musik, die im Lift eines gehobenen Kaufhauses dudeln könnte.

Um diese seltsame Mischung zu verstehen, muss man das japanische Konzept des „Kawaii“ kennen. Das Wort bedeutet „liebenswert“, „süss“, „kindlich“, also ziemlich genau das „herzig“ der Mundart. Kawaii ist in Japan seit den 70ern fast alles. Das ist mehr als ein Wort, das ist ein Konzept, das die Popkultur durchdringt. Nicht nur die rosa Hello-Kitty-Katze, die sich auf Papeterie- und Haushaltswaren ausgebreitet hat, oder die farbig kostümierten Teenies in den hippen Vierteln Tokyos. Jedes Unternehmen hat ein niedliches Maskottchen, politische Parteien werben damit, Verkehrsflugzeuge sind mit riesigen Pokémon bemalt, selbst Auto-Bedienungsanleitungen sind voll mit herzigen Comics. Was bei uns als etwas für neunjährige Mädchen gilt, funktioniert in Japan in jedem Alter und für alle Geschlechter.

Nun sehen die Designer von Final Fantasy ihr Spiel durchaus als etwas für den weltweiten Markt an, man gibt sich viel Mühe, nicht zu sehr „japanisch“ zu wirken. Doch die kulturell bedingt deutlich höhere Toleranz für zuckersüsse Niedlichkeit kann das Spiel nicht verhehlen.

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Ja, Final Fantasy 13 ist streng linear. Erst nach vielen Stunden können wir unsere Truppe frei zusammenstellen. Das ist keine Welt, in der wir uns frei bewegen könnten. Jeder Level ist ein eng abgesteckter Pfad, wir bewegen uns auf unsichtbaren Schienen von Kampf zu Kampf. Und diese Kämpfe sind durchaus repetitiv, der fünfte Kampf gegen die gleichen Monster ist nicht mehr gleich aufregend wie der erste. Sogar die in Rollenspielen so wichtige Weiterentwicklung der Charaktere verläuft auf einem vorgezeichneten Weg mit praktisch keinen Optionen: Wir erhalten Punkte, die wir für bessere Fähigkeiten einsetzen können – welche das sind, ist aber fast immer vorgegeben.

Ja, das Spiel nimmt uns sehr bestimmt an der Hand. Es dauert sehr lange, bis alle Elemente und Nuancen des Kampfsystems eingeführt sind. Noch nach zehn Stunden Spiel kommen Tutorials, wir werden mit einem sehr
kleinen Löffel sehr behutsam gefüttert.

Und ja, die Geschichte ist lang und verworren und melodramatisch und stellenweise arg klischeebehaftet. Und auch sie wird uns in kleinen Häppchen per Löffel verfüttert, immer wieder unterbricht der Spielfluss, immer wieder werden wir gezwungen, uns eine Zwischensequenz anzusehen.

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Das ist alles berechtigte Kritik. Sie ist aber sehr theoretisch. Und sie zielt auf den Kopf allein und damit am Spielgefühl vorbei. Bei mir jedenfalls waren all diese Einwände beim Spielen völlig irrelevant. Stattdessen kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn das ist die eigentliche grosse Leistung von Final Fantasy 13: Man hat hier weder ein neues Spielsystem entdeckt, noch eine neue Methode, Geschichten zu erzählen. Im Gegenteil, das ist eine zeitgemässe Weiterentwicklung der Prinzipien der Final-Fantasy-Serie. Stattdessen hat man alles in die Welt gesteckt, die hier erschaffen wird.

Man mag es bemängeln, nicht mehr Freiheit zu haben, diese Welt zu entdecken. Aber nur jemand, der völlig übersättigt ist, kann verleugnen, dass die Welt von Final Fantasy schlicht grandios aussieht. Ich denke z.B. an einen See, der nach einem Kampf mit einem übermenschlichen Wesen kristallisiert wird. Wir bewegen uns danach in riesigen erstarrten Wellen, die Kristalle funkeln blau und weiss und in einer scharfen Schönheit, die ich schlicht noch nie gesehen habe. Wir verlassen diesen See und schleichen durch eine Stadt in Ruinen, die gebrannt hat – und diese Feuer sind nun ebenfalls zu Kristallen erstarrt, glitzern und leuchten in einer Pracht, die den Atem verschlägt.

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Der Name „Final Fantasy“ stand immer für die grenzenlose Fantasie der Designer. Es gibt nichts, was nicht erlaubt ist. Statt strengen Konventionen zu folgen (Drachen sind weise! Elfen wohnen im Wald! Zwerge können nicht zaubern!), ist in der Welt von Final Fantasy alles möglich. Ein Wald, dessen Blätter wie eine Mischung aus Platinen und blauen Neonleuchten aussehen? Klar! Ein Luchs aus durchsichtigem grünen Metall, der aus einem Militär-Experiment stammt? Klar! Die eine Hauptfigur ist schwarz mit einem beeindruckenden Afro, ist aber nicht etwa das Hip-Hop-Klischee, sondern trägt in eben diesem Afro ein kleines gelbes Chocobo-Kücken mit sich herum, das immer in den gefährlichsten Momenten hervorspringt und in der Luft niedliche Gesten tanzt? Klar!

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Viele dieser Einfälle sind genauso überschwänglich wie die tanzenden, kichernden Mädchen im Spiel. Man trägt lieber etwas zu dick und zu süss auf, als auf Konsistenz oder Sinn zu achten. Doch genau deshalb sprudelt die Fantasie ungebrochen. Ich kenne niemanden, der vom Zauberwald in Avatar nicht fasziniert war. Der sah sehr schön aus, die Idee ist aber eigentlich sehr langweilig – blaue Sioux, die Natur spüren, und Baumsamen, die leuchten. Eine so lahme Idee würde in Final Fantasy nie das Rennen machen. Hier steigt man gleich mit kristallisierten Flammen ein.

Ja, Spielsystem und Erzählweise von Final Fantasy sind etwas altertümlich. Die erschaffene Welt in ihrer glanzvollen Bilderwucht aber verdient Bewunderung und Respekt.

Final Fantasy 13 gibt es für Playstation 3 und Xbox 360, es ist nach PEGI ab 16. Das Haikiew ist hier.
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8 Gedanken zu “Final Fantasy 13 im Zucker-Rausch

  1. KonichiwaErst mal ein kleines Danekschön, dass du dich doch noch an FFXIII gewagt hast um es zu "reviewen" und ein riesengrosses Dankeschön, dass du nicht auf der "Anti-Linearitäts-Welle" wie der westliche Rest des Gaming-Journalismus rumreitet. Wobei dann Mass Effect 2 als Meisterwerk gelobt wird. Es gefällt mir sehr gut, aber auch Mass Effect 2 hat einen hohen Anteil an Linearität und immer sich wiederholende Grinding-Abschnitte.Ich konnte es schon nicht mehr hören: Wieviele Kritiken haben FFXIII wegen seiner Linearität zerissen? Seit wann ist die Linearität zu einem derartigen Kontra herangewachsen, dass man derart darüber vernichtend schreibt anstelle Pro und Kontra abwägt, was die Linearität mit sich bringt (wie sollte man sonst eine solche Geschichte erzählen)? Oder haben wir es hier mit einem Knallharten Wettbewerb zu tun bei dem, alles nicht westliche erst mal zerrissen wird bzw. zerrissen werden muss (Fanboyismus in Chefetagen und Journalisten)? Vor der Xbox (nennen wir sie die westliche Spielkonsole), war alles was aus Japan kam gut bis sehr gut. Heute ist es "linear". Haben wir das Fallout3, GTA, STALKER und Co. zu verdanken die als ausgezeichnet bezeichnet werden, bloss weil sie in einer offenen Spielwelt angesiedelt sind, aber (in meinen Augen) eher einschläfernd sind? Oder eben der neuen Generation an japanophoben-Xbox-Kids? Fairerweise muss ich mich hier als Weeaboo outen und es scheint fast so als ob mich der Fanboy Virus doch noch erwischt hat. Jedenfalls macht mir FFXIII bis jetzt (leider kaum gespielt) einen solideren Eindruck als FFXII und lässt mich voller vorfreude jubeln, da schon Versus XIII in der Aufwärmphase ist und der eigentliche Nachfolger der Macher von FFX ist. Hätte ich doch nur mehr Zeit. =^.^=matane

  2. Meine Rede, Mason-san! Mass Effect 2 ist total linear, und niemand hatte ein Problem damit. Und Grinding ist gerade ein Problem, das FF13 recht gut löst, indem es Wiederholen von gleichem Inhalte durch die Linearität und die Stufen des Kristariums verhindert.Und ja, ich glaube, da ist ein kultureller Graben, der sich auftut, aber nicht nur zwischen Ost und West. Final Fantasy ist wie Popmusik (Das war in FF X-2, wo die Heldinnen zu Beginn sogar tatsächlich ein Popkonzert geben, nicht?), und Pop verträgt sich schlecht mit Dungeons & Dragons oder Apokalypse. Und Final Fantasy richtet sich an eine sehr breite Masse, und damit haben die echten Rollenspiel-Fans eben auch ihre liebe Mühe; man möchte eigentlich gar nicht aus der Nische der Subkultur herauskommen.Die Sandkastenwelt von GTA liebe ich ja auch sehr, aber gerade die Erzählweise von GTA ist sehr linear und funktioniert ganz traditionell mit Cutscenes (die einfach hervorragend getextet und gespielt sind).Klar, GTA ermöglicht uns, eigene Geschichten zu schreiben, eigene Entdeckungen zu machen, und Final Fantasy hindert uns daran mit aller Kraft. FF13-Director <a href="http://www.escapistmagazine.com/news/view/98352-FF13-Bosses-Respond-to-Western-Review-Scores">Motomu Toriyama sagte dazu</a>: "<em>When you look at most Western RPGs, they just dump you in a big open world, and let you do whatever you like… [It] becomes very difficult to tell a compelling story when you’re given that much freedom.</em>"Das ist natürlich eine sehr altmodische Ansicht und es gibt neben GTA einige weitere Gegenbeispiele. Trotzdem klingt die Diskussion in den Reviews über Linearität sehr nach einem Free-Jazzer, der Punk einfach primitiv findet – und dabei vergisst, dass es total schlechten Free-Jazz und total guten Punk gibt.

  3. Zum Thema Kritik/Linearität:Es scheint mir fast, als möchte man – wie so oft – einfach auf den Zug der momentanen Trends aufspringen. Nicht von der Seite von SE her, nein, von Seite der Kritiker her.SE – und die japanische Spielindustrie im allgemeinen – stehen zur Zeit mächtig unter Druck. Da ist es schon immer ganz schön praktisch, auch noch etwas drauf rumzureiten. SE produziere nur noch schlechte Spiele und so weiter und so fort. Dabei hat SE in den letzten Jahren auch ein paar Perlen wie «The World Ends With You» oder (imho) «FFXII Revenant Wings» für den DS produziert…Aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Linearität ein Schnitzer war. Klar, es gibt auch andere lineare Games und keine schreit danach. Aber was wollen FF-Fans? Genau: Mehr oder weniger das selbe wie immer, nur halt mit ein paar neuen Features. Und FF war nun mal halt immer ein auf Dungeons basierendes Spiel, dann wollen die Fans halt genau das.Die ewig gleichen Monsterkämpfe hingegen stören die Fans nicht, die gabs auch schon immer. Manche Leute stehen halt aufs Leveln.Dein Argument mit der schönen Grafik kann ich auch nicht so ganz teilen. Ein schönes Design ist immer was Gutes, aber noch lange keine Rettung für ein durchschnittliches Spielsystem. Zudem gibt es heute eine ganz schön breite Masse an schönen Spielen.Apropos: Dein Beispiel mit dem kristallisierten See erinnert mich ganz schön stark an die Jade Sea in GW ^^Ich will damit nicht sagen, dass FFXIII schlecht sei. Schliesslich hab ich es selber noch nicht mal angespielt. Darum überlass ich das Urteilen lieber andern.Blubb, irgendeinen Punkt habe ich jetzt noch vergessen, aber egal, vielleicht fällts mir später wieder ein…Ach, und zu «kawaii»: Ist FF kawaii? Ich weiss ja nicht. Der Ausdruck wird ja in der Szene kaum noch verwendet und hat sich schon fast zum Schimpfwort entwickelt. Zu viele Fangirlies, die nach jedem zweiten Satz «kawaii~» rumschreien.

  4. Ah, jetzt ist es mir wieder eingefallen: Auch ein häufiger Kritikpunkt, aber das mit dem «europäischen» Cover hätten sie lieber bleiben lassen. Die FF-Cover waren immer ein Markenzeichen und wurden von Gestaltern geschätzt. Das europäische Cover ist nur noch ein random Gamecover wie es jedes andere auch sein könnte. Graphic-Design- und Verwesternisierungs-Fail.

  5. @tsundere: Was meinst du denn zum Leona-Lewis-Coversong? Ich nehme an, als Japanophiler vermisst du das J-Pop-Gedudel 😉 Ich finde die Wahl allerdings genial, der Song passt exakt, und mir wurde dadurch der Pop-Charakter der Serie erst wirklich klar.Und zu den Dungeons: Die sind doch auch total linear. Vorne rein, durch den Gang kämpfen, Endgegner, Cutscene. Nach deiner Logik müssten die Fans FF13 also mögen. Wenn nicht, dann mehr, weil man ihnen Grinding weggenommen hat. Oder verstehe ich dich falsch?Und nein, das ist nicht einfach ein weiteres schönes Spiel. Ich bin sonst total einverstanden mit dir, Grafik allein reisst nichts raus und die meisten Spiele heute sehen gut aus. Aber FF13 sticht für mich auch auf diesem hohen Niveau immer noch deutlich oben raus, weniger aus technischen Gründen, sondern eben wegen des beschriebenen Einfallsreichtums.

  6. Und kawaii ist FF13 natürlich nicht durchs Band, aber die beiden Kids Vanille und Hope sind total kawaii, Serah in ihrem Schulmädchen-Röckli mit Spitzen kommt direkt aus Harajuku, und der total männliche Sazh redet mit seinem kleinen Chocobo-Küken in den Haaren. Das alles würde ein Entwickler im Westen niemals wagen, das geht nur mit Kawaii im kulturellen Hintergrund.

  7. «als Japanophile»Man nennt es auch liebevoll «Otaku» in den hiesigen Kreisen :D«@tsundere: Was meinst du denn zum Leona-Lewis-Coversong? Ich nehme an, als Japanophiler vermisst du das J-Pop-Gedudel ;)»Ich persönlich stehe eher so auf etwas «erwachsenere» Musik und Bands wie U2… Diese Pop-Sternchen können mir alle gestohlen bleiben, zumal ich sie sowieso nicht voneinander unterscheiden kann. Ob es jetzt nötig ist, ein westliches Theme zu produzieren, fragt sich. Soweit ich weiss, hat man bis jetzt einfach noch englische Vocals drübergebastelt.Aber ja, wenn du direkt fragst: Mir gefällt das Originaltheme besser. Es ist auch FF-artiger.Und zwar nicht nur von der Musik her, sondern auch der Text: «Ich steh auf, dusche, schminke mich…» srsly OMG sind wir hier im Beautysalon oder kämpfen wir gegen Leuchtschnecken?«Und zu den Dungeons: Die sind doch auch total linear.»Lineare Games: Du rennst durch.Dungeons: Du rennst in jede verdammte Sackgasse, bis du den richtigen Ausgang endlich findest.Was man jetzt daran so toll findet, musst du nicht mich fragen, ich bin eh eher PvP-Spielerin. Aber ich hätte als Entwickler auf traditionelle FF-Werte gesetzt, wie gesagt.«Wenn nicht, dann mehr, weil man ihnen Grinding weggenommen hat. Oder verstehe ich dich falsch?»Kann sein. Ich kann nur für mich sprechen, und ich fand an FF das Grinding nicht spannend, wie in anderen Spielen auch nicht. Mich interessierte mehr die Story. Da gehen mir zum Beispiel die oben genannten GTA-Zwischensequenzen mehr auf den Wecker, als die von FF.«Aber FF13 sticht für mich auch auf diesem hohen Niveau immer noch deutlich oben raus, weniger aus technischen Gründen, sondern eben wegen des beschriebenen Einfallsreichtums.»Das hat man vielleicht auch früher schon gesagt, aber… Wer jetzt mit welcher Technik wie realistische Games machen kann, irgendwie ist mir das egal. So Titel wie Heavy Rain finde ich sogar schon recht hässlich, die Figuren sehen alle so plastifiziert aus.Grafisch freue ich mich schon total auf Blade & Soul, das finde ich auch sehr ansprechend. Vielleicht nicht einfallsreich, aber da würde ich gern die Landschaft erkunden gehen.«Das alles würde ein Entwickler im Westen niemals wagen, das geht nur mit Kawaii im kulturellen Hintergrund.»Da hast du allerdings recht. Obwohl einige Entwickler doch schon eindeutig anfangen, diesen asiatischen oder auch den Kawaii-Stil zu kopieren. Vielleicht nicht grad im Shooter-Bereich, aber es gibt immer mehr, die es gezielt auf dieses Publikum abgesehen haben.Die FF-Figuren hingegen sind keinesfalls kawaii. Sie sind… halt einfach FF-artig. Kawaii ist was anderes.

  8. Für das "Japanophile<b>r</b>" entschuldige ich mich offiziell – wir nerden hier oft ausschliesslich männlich rum, was keine Absicht ist. "Otaku" hätte tatsächlich schön am Fettnäpfchen vorbeigeführt…

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