FIFA 12: Haikiew Nummer 50!

Das ist das 50. Haikiew – ein Review in der japanischen Gedichtform des Haiku. Mit einem Haikiew zu Mass Effect 2 habe ich die Rubrik begonnen, als Massnahme gegen die ausufernde Länge meiner «normalen» Reviews. Die Idee entstand eigentlich schon vorher, als ich die Besprechung des verwirrenden Noby Noby Boy nur in Haiku-Form für angemessen hielt. 

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Zur Feier der runden Zahl gibt es nun die Kritik des neuen Fussballspiels FIFA 12 ausschliesslich als Haikiew! Wer die Stimmung beim Lesen musikalisch verdichten will, kann «Tsugaru Jhongara-bushi» von Takahashi Chikuzan im Hintergrund laufen lassen.

Fussball ist Leiden.
Schuss verzogen, schlechter Pass:
Ein Spiel der Fehler.

Neu in FIFA 12:
Verteidigen und Dribbeln.
Mehr Fehlerquellen.

Drei Verteidiger
verfangen sich im Knäuel.
Stürmer fällt drüber.

Ball prallt vom Pfosten,
Kopf des Stürmers ist im Weg –
Trampel jubelt: Tor! 

Die Impact Engine,
zuständig für mehr Wahrheit,
sorgt auch für Slapstick.
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Verteidigen neu
mit zwei Knöpfen statt einem:
Laufen, dann Fuss rein.

Geduldig lernen
zahlt sich aus, denn besser wird
das Positionsspiel.

Schlauere Spieler
laufen in den freien Raum.
Spiel den Spitzenpass!

Nicht so zähflüssig
wie häufig beim Vorgänger.
Flutschen statt würgen!

Was grossartig bleibt: 
Der erlösende Treffer!
Einsnull kurz vor Schluss.

FIFA 12 ist für Playstation 3, Xbox360 und PC. Abgespeckte Versionen gibt es auch für Wii, 3DS und PSP. 

Ich habe das FIFA-12-Haikiew auch live auf DRS 3 vorgetragen, oh ja. Hier kann man das nachhören: