«The League» und die perfekte Freundschaft

Theleague

«The League» ist eine Comedy-Serie über eine Gruppe von Freunden, die in einer Fantasy-Football-League gegeneinander spielen. Fantasy Football geht so: Man stellt sich auf einer Website ein virtuelles Team zusammen, aus echten Spielern. Wenn diese Spieler in echten Spielen gut spielen, erhält man dafür Punkte (es gibt für alles mögliche Punkte, nicht nur für Touchdowns). Die Saison dauert logischerweise gleich lang wie eine echte Saison; in der Regel gibt es am Schluss Head-to-Head Play-Offs und am Ende einen Gewinner.

Die Jungs (und ein Mädel) der League sind Freunde. Doch wegen der League (und wohl auch sonst) äussert sich das in erster Linie in Smack Talk. Eine hochkompetitive Beziehung, man belügt und betrügt sich gegenseitig, um zu gewinnen. Es wird viel gelacht, meist über das Unglück und auf Kosten eines anderen. Doch jeder kommt mal dran und alle lieben sich sehr.

«The League» ist die perfekte Freundschaft, eine Freundschaft, die alles aushält; Freunde, die zusammen zufriedener sind als allein. Jede Gruppe hat wohl schon mal gedacht: «Wenn wir diesen Abend aufgezeichnet hätten, wäre das total lustig anzuschauen.» Doch das wäre es nicht, denn nur in der geschriebenen und also überhöhten, verdichteten Form einer Comedy-Serie ist es wirklich lustig.

«The League» zeichnet also das unerreichbare Ideal einer Freundschaft. Wie Models, die Mädchen in die Magersucht treiben, lässt «The League» daran zweifeln, jemals so gute Freunde haben zu können.

Eine Serie, die so lustig ist, dass sie deprimiert. Hm.
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