Battlefield 3: Erstschlag der Grossmacht

Im Herbst ist Jagd-Saison. Auch in der Game-Industrie: Die grössten Titel des Jahres erscheinen, und das sind auch dieses Jahr Kriegsspiele. Den Erstschlag führt «Battlefield 3» aus. Electronic Arts versucht, dem Rivalen Activison und ihrem Blockbuster «Modern Warfare» den Thron streitig zu machen.

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Ich liege in den Büschen in einem kleinen Park in Paris, direkt an der Seine. Die Blätter bewegen sich sanft im Wind, es schimmert Sonnenlicht durch, Vögel zwitschern. Es ist still, ich höre meinen Herzschlag. Nur ab und zu durchbricht das Fauchen einer Rakete die Stille und erinnert mich daran, warum ich hier bin: Ich soll mit meinem Team zwei Raketenwerfer der Russen sabotieren. Bis jetzt haben die gut verteidigt, meine amerikanischen Kameraden und ich reiben uns auf. Persönlich verbeisse ich mich in eine Privatfehde mit «nickansari1987», der mich schon drei, vier Mal aus dem Nichts getroffen hat.

Plötzlich sehe ich am Rand meines Blickfeldes zwischen einem Busch und einem Baum einen Kopf auftauchen. In einem seltenen lichten Moment zoome ich heran und feuere innerhalb eines Sekundenbruchteils einen einzigen Schuss ab. Headshot, über fast hundert Meter. Und es ist «nickansari1987». Rache ist süss.

«Battlefield 3» ist ein Kriegsspiel. Es ist in erster Linie ein Multiplayer-Spiel, wir kämpfen online gegen andere Spieler. In Varianten wie «Conquest» (zwei Teams versuchen, strategische Punkte zu erobern und zu halten) oder «Rush» (Angreifer versuchen, nacheinander verschiedene Ziele erfüllen, z.B. etwas sprengen, und Verteidiger versuchen, das zu verhindern), modernes Räuber-und-Poli. Dazu gibt es eine Geschichte, die man alleine durchspielt, und einige Missionen, die wir mit einem Freund zusammen bestehen.

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Also alle Zutaten eines modernen Blockbusters. Die Marketingmaschine für «Battlefield 3» ist gewaltig, nach Schätzungen soll das Werbebudgets in der Grössenordnung von $100 Millionen liegen. Das zahlt sich aus: In der ersten Woche seit Erscheinen wurden bereits 10 Millionen Stück an die Händler ausgeliefert und 5 Millionen Stück verkauft. Das ist doppelt so viel wie der Vorgänger «Battlefield: Bad Company 2» (meine Kritik hier) in zwei Wochen verkaufte. Da sich dieses Spiel insgesamt über 9 Millionen mal verkaufte, ist es nicht unrealistisch, dass «Battlefield 3» in den folgenden Monaten 15, vielleicht gegen 20 Millionen Stück verkaufen wird. Und das würde bedeuten, dass man die Milliarde Umsatz knackt. Zur Einordnung: Das ist die Grössenordnung von Hollywood-Giganten wie «The Dark Knight», «Transformers» oder «Pirates of the Caribbean», allesamt in den Top 10 der umsatzstärksten Filme aller Zeiten.

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Warum Kriegsspiele so beliebt sind, habe ich hier schon in aller Länge ausgeführt, vieles davon gilt nach wie vor. Und es ist wirklich nicht erstaunlich. Krieg ist ein Teil unseres kollektiven Bewusstseins. In Afghanistan wird schon so lange gekämpft wie ich mich erinnern kann. Den ersten Irak-Krieg haben wir als Schüler in der Kantonsschule gebannt mitverfolgt. Die Feindbilder – Fanatiker aus dem Nahen Osten – kennen wir alle von klein auf. Ebenso das ambivalente Verhältnis zu den Russen, die irgendwie schon noch böse, aber nicht mehr so böse wie früher sind. Und die einfach total keine Sorge tragen können zu ihren blöden Atombomben, die dann in jedem zweiten Actionfilm mitten in New York oder Washington auftauchen. Und explodieren tun sie immer nur in Paris, denn wenn sich die englischsprachige Popkultur über etwas einig ist, dann wohl, dass es total OK ist, Franzosen in die Luft zu sprengen. Was ich sagen will: Etwas, das für eine ganze Generation ständig präsent ist, findet sich auch in der Populärkultur wieder. In den 50er-Jahren gab es Helden-Filme mit John Wayne, um das Trauma des Zweiten Weltkrieges zu verarbeiten. Der Vietnam-Krieg brachte eine Jugendbewegung hervor, und die Proteste gegen den Krieg inspirierten Musiker und Filmemacher. Für die hochtechnologisierten Kriege von heute bietet sich das hochtechnologisierte Medium Games geradezu an.

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Das waren die Wirtschafts- und Kriegs-Präambeln für die Nicht-Gamer unter euch. Die Gamer werden wohl bereits etwas ungeduldig und wollen losschiessen. Ich tue das in einem Kriegsspiel in der Regel im Einzelspieler. Und der ist in «Battlefield 3» gut gelungen. Es ist genau die schwungvolle Achterbahnfahrt, die man von modernen Blockbuster-Shootern erwartet. Viele Schauplätze rund um die Welt (New York, Teheran oder Paris), immer wieder andere Spielfiguren und so eine andere Sicht auf Geschichte, Abwechslung in Bewaffnung, Missionstyp, mal sind die Schauplätze klein und eng, mal gross und weit. Und zu der «Battlefield»-Serie gehören natürlich Fahrzeuge, und so setzen wir uns auch in der Einzelspieler-Geschichte in ein Kampfflugzeug oder einen Panzer.

Das klingt alles sehr wie «Modern Warfare». Und es wird auch klar, warum sich das so gut verkauft. Diese «Geschichten» sind genau wie Filme, ein unnachgiebiges Action-Feuerwerk. «Battlefield 3» übernimmt diese Vorlage 1:1. Ich sehe allerdings schon einen Unterschied zu «Modern Warfare»: Die Grundstimmung in «Battlefield 3» ist ernsthaft. Die Geschichte erhebt den Anspruch, die Fantasie einigermassen in der Realität zu verwurzeln. Und damit meine ich nicht den in Shootern ohnehin üblichen Militär-Porno und Waffen-Fetischismus, sondern die Szenarien, die Figuren. Hier fallen keine lockeren Sprüche unter Buddies. Die Schauplätze sind Strassen und Wüste und Wald, nicht Ölplattform und Schneemobil-Schanzenparcours. «Modern Warfare» könnte man am ehesten mit den neueren James-Bond-Filmen vergleichen, die zwar auch einen Schritt hin zum weit verbreiteten «gritty realism» gemacht haben, aber dennoch komplett übertriebene, übermenschliche Szenarien auskosten. «Bat
tlefield 3» dagegen ist eher wie «Black Hawk Down», bierernst; es verschreibt sich dem «gritty realism» vollständig. Es wählt diesen Stil gezielt, und ob man darauf anspricht, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

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Wie viele andere Kritiker hatte auch ich Mühe mit gewissen Aspekten der Einzelspieler-Geschichte. Alles ist extrem gescriptet. Wann kann ich eine Türe öffnen? Wann erscheinen Gegner? Es gab immer wieder Szenen, in denen das Spiel aktiv meine gewählte Taktik behinderte: Statt mir zu erlauben, aus der Distanz Gegner zu bekämpfen, wurden diese unendlich lange ersetzt. Erst, wenn ich zu einer bestimmten Stelle vorrückte, liessen sie sich dann wirklich aus dem Weg räumen.

Die Zwischensequenzen sind zwar konsequent inszeniert. Das Spiel bleibt immer in der Ego-Perspektive, nur die Rahmenhandlung wird aus der Perspektive einer unkörperlichen Kamera gezeigt. Unsere Hauptfigur wird verhört, und ihre Erzählungen dieses Offiziers sind dann die Abschnitte, die wir spielen. Doch dazwischen werden immer wieder Szenen geschoben, die keine Interaktion mehr erlauben, ausser im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken („E“ oder „SPACE“ oder „CLICK“). Das ging bei mir praktisch jedes Mal erstmal schief. Und weil die Szene dann wiederholt werden muss, wird die Illusion des Filmischen zerstört. Es ist eigentlich total schizophrenes Design: Die Szene will cinematisch wirken, will also angeschaut werden. Doch gleichzeitig erzieht mich das Spiel über das Scheitern dazu, eben nicht einfach die Szene zu betrachten, sondern auf diesen einen Punkt zu starren, wo ganz kurz die als nächstes zu drückende Taste erscheint. Als würde man im Kino die Leute dazu zwingen, die Untertitel zu lesen, und wenn sie das nicht tun, bricht der Film ab. Dass die Geschichte dann auch noch mit einer solchen Szene endet, liess den an und für sich spektakulären Schluss recht anti-klimaktisch wirken.

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Erzählt wird das Übliche: Ein wahnsinniger Typ klaut Atombomben; zwei einsame Kämpfer (ein Ami, ein Russe) schnallen als einzige, worum es wirklich geht; und kämpfen gegen den Bösewicht, gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Das ist Schema X; aber genau das Richtige für einen Blockbuster. Denn hier geht es nicht darum, eine originelle Geschichte zu erzählen. Die ist lediglich die Schablone, um möglichst viel Kram möglichst spektakulär in die Luft fliegen zu sehen.

Und hui, ist dieses Spiel spektakulär. Die neue Frostbite-2-Engine ist nichts weniger als gewaltig. Besonders das Licht ist toll, von blendenden Taschenlampen im Dunkeln über Streiflicht im Blätterwald zum gleissenden Licht in der Wüste durch die Staubwolken hinter Panzern. Einzelne Abschnitte der Geschichte machen auf mich den Eindruck, lediglich im Spiel zu sein, um mit der Bildgewalt der Engine anzugeben. Ein Fallschirmabsprung zum Beispiel enthält keinerlei Gameplay ausser einmal einen Knopf zu drücken um den Fallschirm zu öffnen. Aber mir fiel der Kiefer auf die Tischplatte. Whoa Wolken! Durch die Wolken durch, Fallschirm auf, und uiuiui, welche Weite! Der Wald unter uns, ein Fluss schlängelt sich durch, darin glänzt die untergehende Sonne. Und wir landen in dem Wald und sehen Bäume! Und Laub am Boden! Und Abendlicht, das durch die Blätter funkelt! Atemberaubend.

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Das ist die Funktion der Geschichte: Ein Showroom. Uns das neue Auto möglichst schön vorzuführen, wie die Probefahrt mit dem Verkäufer. Erst wenn wir selber fahren, lernen wir das Auto richtig kennen – und das ist dann die Aufgabe für den Multiplayer-Modus.

Doch zuerst eine kurze Pause: Jim Rossignol von Rock Paper Shotgun hat bemerkt, dass in diesen Kriegsgebieten sehr viele Topfpflanzen herumstehen. Dieser Post ist schlicht brillant, und auch die Kommentare dazu sind grossartig («Can you smash the pot plants?» «No!» «They must be a civilian pot plants.»). Lesen!

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Zurück? Ok, Multiplayer! «Battlefield 3» setzt darauf, dass wir unseren Soldaten entwickeln. Für jede erfolgreiche Aktion in den Kämpfen erhalten wir Punkte (Flagge besetzt, Gegner getroffen, Kamerad geheilt, Flugzeug abgeschossen etc.). Diese Punkte schalten mit der Zeit neue Waffen und Accessoires frei. Wer viel Sniper spielt, erhält bessere Sniper-Waffen. Wer viel Panzer fährt, erhält Nebelgranaten oder Zusatzgeschütze.

Das ist eine grundsätzlich andere Ausrichtung als andere Shooter wie z.B. Halo. Dort werden Waffen in der Regel nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip ausbalanciert, jede hat Stärken und Schwächen und keine Waffe ist überlegen. Nur die Fähigkeit der Spieler macht den Unterschied. Stärken und Schwächen haben natürlich auch die Waffen in «Battlefield 3», doch der gleiche Panzer, der einfach schneller nachladen kann, ist überlegen.

Das bedeutet: Wer mehr spielt, ist nicht nur besser, weil er (sie) mehr Training hat und die Kampfplätze besser kennt, sondern auch, weil er die bessere Ausrüstung hat (vergleichbar mit PvP in World of Warcraft).

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Trotzdem habe ich mich nie unfair behandelt gefühlt. Das ist eigentlich erstaunlich, denn erfahrene Spieler werden zusätzlich belohnt und sind somit überproportional besser. Man kann nicht erwarten, am Ende einer Runde zuoberst auf dem Scoreboard zu stehen. Dennoch sind immer wieder Erfolgerlebnisse möglich, wie im Sport: Auch eine schlechte Mannschaft kann z.B. den Abstieg verhindern, und das genau so ausgelassen feiern wie andere den Gewinn der Meisterschaft
.

Der Schlüssel zu diesen Erfolgserlebnissen sind die vielen möglichen Spielstile und dass wir immer in einem Team kämpfen, nie alle gegen alle. Hier kämpfen Russen gegen Amerikaner, und auch als schlechter Schütze kann ich mal gewinnen, dank der anderen Mitspieler.

Man hat zwar «Team Deathmatch» eingeführt und bietet auch einige kleinere Kampfplätze an («Maps» wie Grand Bazar oder Metro). Die fühlen sich dann eher wie die wilde, chaotische Barprügelei von «Modern Warfare» an. Doch in den klassischen «Battlefield»-Modi «Rush» und «Conquest» ist es ruhiger, strategischer. Und jederzeit in einen Panzer oder einen Kampfflieger einsteigen zu können, hat nichts an Reiz verloren.

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Diese Jets (und vor allem auch die Hubschrauber) sind anständig schwierig zu bedienen. Erst wenige Spieler können das schon gut. Das führt immer wieder zu unfreiwillig komischen Momenten, wenn hoch über uns ein Jet senkrecht in die Höhe schiesst und dann wendet und schurgerade in eine Bergflanke knallt. Das gleiche gilt für Hubschrauber, die in meinen Matches selten so eingesetzt wurden, wie sie eigentlich gedacht wären, sondern eher im dem Kamikaze-Stil. Doch hier deutet sich auch schon an, welches taktische Potential in «Battlefield 3» steckt: In einem halben Jahr werden die meisten Spieler gelernt haben, wie man fliegt – und das wird die Schlachtfelder komplett verändern und dem Luftkampf eine strategisch zentrale Bedeutung verleihen.

Weitere taktische Möglichkeiten entstehen auch daraus, dass sehr viel Zerstörung von Bäumen und Gebäuden möglich ist. Mit einem Panzer könnte man z.B. die Versteckmöglichkeiten für einen Sniper verringern. Staub und Rauch von Granaten oder brennenden Wracks behindern die Sicht und erhalten so eine Wirkung, die über Kosmetik hinausgeht. Am Gewehr angebrachte Taschenlampen blenden Gegner und manchmal (häufig!) die eigenen Kameraden (Echt jetzt! Schaltet eure verdammten Lampen aus! Ihr gebt eure Position preis und blendet die eigenen Mitspieler!). 

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Auch neu ist die Idee von «Supressing Fire». Wenn nahe an uns Kugeln vorbei pfeifen, verschwimmt das Bild und Zielen wird schwieriger. Umgekehrt erhält man Punkte, wenn man mit «Supressing Fire» andere unterstützt. Diese Idee zeigt, wie sehr «Battlefield 3» in die Tiefe gehen kann; und dass in dem uralten Genre des Online-Shooters auch heute noch Innovation möglich ist.

Das wird auch in Battlelog deutlich. Das ist die Internet-Seite zu «Battlefield 3», sozusagen die Zentrale. Am PC starten wir sogar das Spiel von dort aus, eine zunächst ungewohnte Erfahrung. Doch Battlelog ist mehr als nur ein Patch-Manager: Dort sind alle unsere Statistiken einsehbar, es kommuniziere ich mit Freunden, zu jedem Kampf gibt es ein Logbuch, ich sehe, gegen wen ich gekämpft habe und wer wie viele Punkte gesammelt hat, wie akkurat ich feuere, welche Waffen oder Fahrzeuge ich wie lange benutzt habe und das Verhältnis von Siegen zu Niederlagen. Ich sehe, auf welchen Servern ich gespielt, welche Auszeichnungen ich erhalten und welche Gegenstände ich freigeschaltet habe, bzw. welche Bedingungen ich noch erfüllen müsste, um weitere freizuschalten.

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Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, dass ich während der Arbeit schnell einen Blick auf das Battlelog geworfen und mich auf die nächsten Kämpfe am Abend gefreut habe. Für die langfristige Bindung an das Spiel ist Battlelog zentral. Die war schon beim Vorläufer erstaunlich (laut Produzent Patrick Bach in diesem Eurogamer-Interview spielten kurz vor dem Release von BF3 immer noch fast gleich viele Leute «Battlefield: Bad Company 2» wie im Sommer 2010, eineinhalb Jahre nach dem Release). Diese enge Bindung ist für Electronic Arts zentral; das Spiel wird verstanden als Plattform, als Service, nicht als einmaliges Konsumgut.

Darum sagt Bach im gleichen Interview auch: «Multiplayer is key for us». Eben nicht nur, weil die Stärke der Battlefield-Serie schon immer Multiplayer war, sondern weil dieser eben auch eine zentrale wirtschaftliche Bedeutung hat.

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Uns Spielern sind diese finanziellen Überlegungen schnuppe – für uns zählt nur, dass der Multiplayer-Modus von «Battlefield 3» eine Unzahl von Möglichkeiten bietet; dass wir so kämpfen können, wie wir wollen; und dass wir unsere eigenen Geschichten schreiben können. Kleine Geschichten, wie mein Erfolgserlebnis gegen «nickansari1987». Und grosse Geschichten, epische Schlachten, das langsame Vorwärtskriechen auf den Leaderboards.

Und da kann ich mir im Moment wirklich nichts besseres vorstellen als «Battlefield 3». «Modern Warfare 3»: Your move.

«Battlefield 3» ist für PC, Xbox360 und Playstation 3. Es ist ab 16. Ich habe die PC-Version gespielt. Das Haikiew ist hier.
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20 Gedanken zu “Battlefield 3: Erstschlag der Grossmacht

  1. Toller Artikel Guido! Eine sehr fein differenzierte Analyse. Und ja, die Kommentare bei RPS sind wirklich zum Schieflachen, die muss man gelesen haben.

  2. Dem kann ich nur zustimmen, wiklich toller Artikel !! Ich kann nur sagen das das Fliegen mit einem Joystick einfacher ausfällt. Vieleich sieht man sich ja in einem Heli 😀 …….

  3. Wer dieses Spiel installiert muss auch Origin installieren und gibt somit das Einverständnis, sämtliche Daten des Computers, der installierten Software etc. abgezügelt zu bekommen und auch weiterverwendet dürfen diese werden. Datenschutz ade.. das ist mir das beste Gameplay nicht wert.hier ein ausführlicher Artikel, man findet noch viele mehr auf dem Netz:http://www.dr-bahr.com/news/ea-computerspiel-battlefield-3-sammelt-rechtswidrig-daten-seiner-kunden.html

  4. Und was ist mit der Spionage Software, die angeblich installiert wird? Damit werden anscheinend alle Daten eines PCs an die Entwikler gesendet. Kam vorgestern im Deutschen TV. Tausende von user haben desshalb das Game wieder zurück gesendet. Und auf den Verkaufsseiten ist die Kritik desswegen sau schlecht des Games.

  5. Der Bericht darüber ist ja schön und gut, aber ehrlich frage ich mich gerade wieviel EA wohl hingeblättert hat dass man hier nur die positiven Seiten des Spiel’s erwähnt?Warum hat man in der Sendung nicht darüber berichtet dass man zum betreiben des Spiel eine Software mitinstallieren muss welche von ihrem Umfang her nicht’s anderes als eine Spyware ist (ich selber bin auch für Kopierschutz)?Nicht genug, man muss sogar Nutzungsbestimmungen zustimmen welche in höchstem Masse gegen geltendes Recht verstossen und dies nicht nur in unserem Land.Dies reicht soweit dass sich inzwischen auch der EDÖB (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter ) eingeschaltet hat. Ruft mal da an, die werden euch was erzählen, ich habe mir die Mühe gemacht.Tausende verzichten deswegen auf dieses Spiel und ich spiele es deswegen auch nicht, zumindest solange nicht bis genauestens bekannt ist in welchem Umfang und was alles für Daten gesammelt werden. Wie gesagt, ich bin auch für Kopierschutz, aber dazu den PC scannen und in umfangreicher weise Daten sammeln und verarbeiten, nein, sorry, da würde ich auf jedes Spiel verzichten. Kopierschutz ja, PC und die darauf verwenden Programme scannen, Daten sammeln und zu welchen Zwecken auch immer verarbeiten und verwenden, nein!

  6. Super Artikel…Für solche Games sollte man ja auch eine "Spielkiste" haben und nicht den PC auf dem man arbeitet benutzen. Denke mal ist nicht die einzige Software die Daten sammelt und wer nichts zu verbergen hat, hat doch auch kein Problem damit. Die Hosen sind eh schon unten, sobald ein PC am Netz ist…!

  7. Aber wenigstens etwas erwähnen im Beitrag im Radio wäre drin gewesen. Ist ja bei den Gamern momentan ein grosses Thema, wenn man die Foren und z.B. bei Amazon die Kritik lesen tut.Aber vielleicht bekommt ja das Radio auch Daten ab den PCs 🙂

  8. @RüegseggerFlucht nach vorne von Origin. Und nachträglich einfach Lizenzvereinbarungen anpassen reicht nie und nimmer. Wer es auf seinen PC installiert ist selber schuld.

  9. @Simon, @Salsero, @Gabe, @märcu: Auch ich habe die Kontroverse um die EULA von Origin verfolgt. Ich habe mich aber entschieden, sie auf dem Sender und im Artikel nicht zu erwähnen und erkläre euch hier gerne, warum.Aber erstmal @Gabe: Wir erhalten nie Geld für redaktionelle Inhalte. EA bzw. die Schweizer Vertretung ABC Software schickt uns jeweils ein Review-Exemplar. Das ist alles.Zurück zum Thema: Die Nutzungsbedingungen von Origin wurde erstmals hier analysiert: <a href="">Der Teufel im Vertragsdetail (GameStar)</a>. Nach der dort vertretenen Lesart enthält die EULA von Origin mehrere Bestimmungen, die gegen deutsche Daten- und Verbraucherschutzgesetze verstossen würden.EA <a href="http://www.ea.com/de/news/neuigkeiten-zu-den-ea-lizenzvereinbarungen-bei-origin">sieht das natürlich etwas anders</a>, sie haben bereits reagiert und die EULA auch angepasst.Es geht in dieser Debatte nicht darum, was EA tatsächlich tut. Sondern lediglich, was sie gemäss der EULA tun KÖNNTEN.Kurze Rechtsbelehrung: Dass EULAs sich Rechte herausnehmen, die viel zu weit gehen, passiert immer wieder. Wenn es überhaupt zu Gerichtsfällen kommt, verlieren EULAs immer, denn sie sind KEIN Vertrag (auch wenn das die Unternehmen gerne hätten), sie dürfen weder geltendes Recht aushebeln noch für den Kunden nachteilige Bestimmungen im Kleingedruckten verstecken. Was natürlich viele trotzdem nicht davon abhält, es zu versuchen, siehe die konstante Diskussion um die Nutzungsbedingungen von Facebook. Aber wer belegen kann, dass EA z.B. persönliche Bilder kopiert, kann EA vor Gericht ziehen und da wird sie keine EULA schützen. Ich sehe nicht, welches Interesse sie daran haben sollten.Kurz: Problematisch wird es erst, wenn EA tatsächlich Daten von ihren Benutzern sammelt, die sie nichts angehen. In eine EULA Juristendeutsch reinzuschreiben, das es es möglicherweise erlauben würde, ist etwas anderes, als es tatsächlich zu tun.Dass es diese Diskussion gibt, ist trotzdem wichtig, denn der Druck zwingt EA dazu, die EULA umzuformulieren. Dieser Prozess ist ja bereits im Gang. Denn Diskussionen um EULAs haben selten Auswirkungen juristischer Art, aber sie färben die Wahrnehmung eines Unternehmens, und EA kann sich nichts Negatives leisten – nicht nur wegen Battlefield, sondern auch weil Origin als Plattform strategisch eine ungeheuer wichtige Bedeutung für das Unternehmen hat.Ich bin deshalb optimistisch, dass sie sich Mühe geben werden, das wieder ins Reine zu bringen. Dieser Sturm wird vorüberziehen.Wenn ich für DRS 3 ein Spiel bespreche, muss ich davon ausgehen, dass die meisten Hörer und Leserinnen dieses Spiel nicht spielen. Ich habe für die Besprechung von BF3 vier Sendeplätze erhalten, was aussergewöhnlich viel ist. Die habe ich genutzt, um eben diesen Nicht-Spielern zu erklären, wie gross die Kriegsspiel-Industrie ist und was eigentlich der Reiz von diesen Spielen ausmacht – und natürlich, um das Spiel selbst zu besprechen.Natürlich wäre die EULA-Debatte auch noch ein Aspekt gewesen, den man hätte erzählen können. Aber ich hatte schlicht neben all den anderen Themen keinen Platz mehr, und habe mich entschlossen, das Thema darum nicht anzuschneiden.Noch ein Wort zu der entrüsteten Community: Erinnert ihr euch noch an die Proteste gegen Modern Warfare wegen fehlender Dedicated Servers? Da gab es auch einen «Skandal», und es wurde wild debattiert in den Blogs und Foren und es wurde zum Boykott aufgerufen. Und als Modern Warfare dann draussen war, vergass die Community ihren Protest blitzschnell.Ich will damit nicht sagen, dass die Debatte um EULAs nicht wichtig ist, es geht klar um mehr (da BF3 ja nicht das einzige Origin-Spiel ist). Aber Stürme in der Community sollte man nie überbewerten.

  10. Jetzt mal auf die Seite mit den Debatten. Ich finde dieses Spiel trozdem genial. Wer zu verunsichert ist kann sich ja einen neuen Computer zusammenbauen (ist nicht sooo teuer und hat viele weitere Vorteile) und auf dem nur Spiele zocken. So kriegen die auch keine Wichtigen Infos über euch. Oder wenn ihr Macs besitzt könnt ihr ja eine neue Partition erstellen mit Windows, so können sie nicht auf die Mac Daten zugreifen.@ Guidowie heißt dein Soldat? Hätte dich gern als Freund (und vor allem sammle ich Dog Tags ;-))

  11. @m.rüesch: «hilarioushilario» Aber nicht enttäuscht sein, der Gametipp nächste Woche will vorbereitet sein, bin nicht sicher, wie viel Zeit ich noch in BF3 stecken kann.

  12. Ok danke. Verstehe wenn du nicht oft online kommst, aber so ein Speil wie BF3 kann man ja nicht einfach auf dem Rechner haben ohne es von zeit zu zeit zu spielen :DPS: ich binn Apprentin

  13. 35/12 nur mit dem Messer schafft ich leider in BF3 nicht. Nur alles andere macht mir mehr Spass als bei MW2, vorallem das viel taktischere Spiel. Deshalb hoff ich dich auf dem Schlachfeld einmal anzutreffen Guido, auch nach dem Release von MW3. Apropos, was ist eigentlich dein Favourit?Übrigens machen mir deine Kritiken eben soviel Spass wie das Zocken, Danke.PS: Was mich am meisten umgehauen hatt an dem Spiel ist die differenzierte akustische Begleitung, die für mir fast noch mehr Freude wie die tolle Grafik macht.

  14. Hopla bin ich der einzige der das mit dieser spy waer nicht mitgekriegt hat…Frage: (ich habe da sehr wehnig ahnung…) ich habe dieses spiel bereits instaliert, was kann im schlimmsten fall passieren?

  15. Ich finde es Schade das man mehrere A4 Seiten über das Game schreiben kann aber kein Wort über den Datenklau namens Origin erwähnt. Könnte es Daran liegen das man den Hersteller nicht verärgern möchte so das man auch in Zukunft das einte oder andere Game zum Testen erhält??

  16. «Könnte es Daran liegen das man» keine der A4 Seiten auch gelesen hat? Bitte lies erst meine Erklärung oben, bevor du hier fiese Verdächtigungen in die Welt setzt.

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