Call of Duty: Modern Warfare 3 verwaltet den Vorsprung

Nichts ist so gross wie «Call of Duty: Modern Warfare». Die Serie ist ein Gigant der Unterhaltungsindustrie, kann es mit allem und jedem aufnehmen, seien es Hollywood-Blockbuster, Harry Potter, U2 oder Manchester United. Die neue Ausgabe «Modern Warfare 3» kocht das bewährte Erfolgsrezept erneut, spielt absolut konservativ auf sicher.

01

«Modern Warfare 3» ist ein Spiel der Superlative. Am allerersten Tag wurde das Spiel 6.5 Millionen mal verkauft, in den USA und Grossbritannien allein, man ist also auf gutem Weg zu der Milliarde Umsatz. Diesen Gigantismus spiegelt das Spiel. Alles ist gross, es geht immer um alles, um den Weltkrieg. Für Gefühle oder Gedanken bleibt kein Platz.

Das ist für mich der grösste Unterschied zum Vorgänger «Modern Warfare 2». Auch wenn ich dort schon skeptisch war, dass es wirklich um mehr ging als um die Action-Achterbahn: Die Geschichte von MW2 war verworren und vielschichtig genug, um über das Wesen moderner Kriege nachzudenken. Sie war durchsetzt mit Figuren, deren Existenzberechtigung allein der Krieg war, die darum gar kein Interesse daran hatten, Krieg zu verhindern. Krieg wurde als ein Monster dargestellt, das sich selber gleichermassen auffrisst und gebiert, ohne Rücksicht auf Kollateralschaden. Mit viel gutem Willen hätte man also noch eine Message mit Facetten erkennen können.

Davon ist in «Modern Warfare 3» nichts übrig geblieben. Das ist die polierte und routinierte Umsetzung des erfolgreichsten Rezeptes für Kriegsspiel-Blockbuster. Die erzählte Geschichte ist eine schwungvolle Achterbahn-Fahrt, mit immer gewaltigeren Explosionen und immer höheren Einsätzen, wir kämpfen um New York, in London, in Paris, wir sollen verhindern, dass der Wahnsinnige Russe Makarov den Globus vollends im dritten Weltkrieg verbrennt.

02

Im Gegensatz zum Vorgänger wurde alles widersprüchliche, unklare, verworrene aus der Handlung gestrichen. Weniger Figuren, klare Ziele, ein linearer Ablauf, es ist immer klar, warum wir unter dem Eiffelturm kämpfen oder ein U-Boot entern. Die Dramaturgie ist praktisch 1:1 von MW2 übernommen: Die Scharmützel, die grosse Invasion, der Schocker, der Verlust, die Schleichmission, die Abrechnung (wer beide Geschichten gespielt hat, kann mal versuchen, die Szenen von 2 und 3 einander zuzuordnen, die Übereinstimmung ist erstaunlich). Man halt also im wesentlichen das bewährte Schema X übernommen und die kontroverseren Elemente einfach weggelassen. Eben absolut auf sicher gespielt. 

03

Das löste bei mir zweierlei Gefühle aus: Erstens Aufregung, denn das Schema X funktioniert einfach. Das Adrenalin fliesst, die gewaltigen Szenarien und Schauplätze sind spektakulär, der Bogen der Geschichte ist befriedigend. Und gerade im Vergleich zu der Einzelspieler-Geschichte von Battlefield 3 beeindruckt diese Geschichte einfach mehr, weil Explosionen und Tempo und Schauplätze grösser sind (ruhig Blut bewahren, Battlefield-Fans, ich sagte «beeindruckender», nicht «besser»).

04

Zweitens dennoch Langeweile, denn das Schema X schimmert zu deutlich durch. Viele Szenen riechen nach Copy/Paste. An Schauplätze und Abschnitte aus MW2 kann ich mich auch heute, zwei Jahre später, noch erinnern (z.B. der Kampf um das Weisse Haus, die Schneemobil-Verfolgunsjagd oder der Pass im Schneesturm). Bei MW3 bin ich mir recht sicher, dass mir vielleicht der Eiffelturm, das U-Boot und evtl. noch der Sandsturm in Somalia (die Kopie des Schneesturms aus MW2) bleiben werden, sonst aber kaum etwas. Was so poliert ist, hinterlässt halt weniger Kratzspuren.

05

Also: Die Einzelspieler-Geschichte von MW3 ist etwa so unterhaltend wie ein «Transformers»-Film. Man weiss genau, was man erwarten kann, man erhält exakt das geliefert, man kann sich ein paar Stunden einer angenehmen Aufregung hingeben und danach ist es vorbei. Nicht mehr und nicht weniger, man versteht, warum das so erfolgreich ist. Kaufen würde ich «Modern Warfare 3» alleine deswegen aber nicht (im Gegensatz zu MW2).

06

Das wird die meisten Fans der Serie auch nicht weiter stören, denn sie kaufen sich ein Call-of-Duty-Spiel ohnehin wegen des Online-Multiplayers. An diesen habe ich mich mit sehr gemischten Gefühlen herangewagt, und mein erster Eindruck war wie erwartet: Ich war Kanonenfutter.

Und zwar in einem unerbittlichen Tempo. Ich bin alle zehn Sekunden gestorben. Respawn, ein bisschen rennen, vielleicht einen Schuss abfeuern, daneben, sterben. Haha, ich habe schon zwanzig Sekunden überleb… wuärgs, wieder tot. So ging das, und ich begann mich nach den offenen, weitläufigen Schlachtfeldern von Battlefield 3 zu sehnen. Wo man sich auch mal in einen Busch legen kann, oder in einem Panzer der Illusion von Sicherheit hingeben.

07

Nicht so in «Modern Warfare 3». Die Schlachtfelder sind eng, das Tempo ist hoch, die Schlacht wogt hin und her und das Glück schlägt um wie die Granaten ein. Kein Ort ist sicher, wer steht, stirbt. Wer zu langsam reagiert, stirbt. Wer überlegt, stirbt. Wer den Kampfplatz nicht kennt, stirbt. Wer nicht nach oben schaut, stirbt. Wer nicht nachlädt, stirbt.

Dieser gnadenlos harte Takt hat mich bi
sher abgeschreckt; der taktischere, langsamere Rhythmus von Battlefield entspricht mir mehr. Umso überraschter war ich, als ich plötzlich besser wurde. Ich lernte, die dauernde Sterberei einfach zu akzeptieren, nicht jede einzelne als Niederlage zu empfinden. Nach wenigen Sekungen hat man schon den Respawn-Knopf gedrückt und ist wieder mitten im Gewimmel. Und eben nicht am Rand des Schlachtfeldes, wie häufig in Battlefield, wo wir dann erst wieder den Weg zurück finden müssen. Sondern mittendrin im Kugelhagel.

08

Battlefield ist wie Fussball: Jeder Tod ist ein Gegentor und fühlt sich wie eine Niederlage an. Modern Warfare ist dagegen wie Basketball. Ein einzelner Korb ist irrelevant, man nimmt ihn kaum zur Kenntnis, gleich geht es über zum nächsten Angriff. Treffen, getroffen werden wechselt sich rasend ab, die einzelnen Ereignisse sausen vorbei und verlieren Bedeutung, Höhen und Tiefen im gleichen Atemzug. Erst über die ganze Runde zeichnet sich eine Tendenz ab, tritt Kompetenz hervor.

Und weil die Ballsport-Metapher gerade so schön rollt: Das ist keine Profi-Liga, wo es echte Verlierer gibt, wo einzelne Spiele über Karrieren entscheiden. Das ist eher ein Kinderturnier, wo jeder am Schluss einen Pokal kriegt. «Modern Warfare 3» ist eine perfekte Belohnungs-Maschine. Für alles gibt es Punkte, XP, Embleme, Abzeichen, Accessoires, neue Waffen, neue Fähigkeiten, neue Einstellungsmöglichkeiten. Auch wer am Ende einer Runde zuunterst auf der Rangliste steht, kann sich über etwas freuen. Und es gibt immer etwas neues zu entdecken, etwas neues anzustreben, immer einen Grund, die nächste Runde zu spielen, und noch eine, und noch eine. «Modern Warfare 3» entwickelt einen Sog, der klar macht, warum so viele dieses Spiel so lange spielen.

10

Und dann spuckt es mich irgendwann spätabends aus, ich habe Schweisshände, glasige Augen und etwas weiche Knie. Ich kann nicht einschlafen, weil das Adrenalin noch pumpt. Ich bin zu alt für diesen Scheiss.

«Call of Duty: Modern Warfare 3» ist für Xbox 360, Playstation 3 und PC. Ich habe die PC-Version gespielt. Es ist nach PEGI ab 18. Weiterführende Überlegungen zum Erfolg von Kriegsspielen habe ich zu «Modern Warfare 2» und «Battlefield 3» angestellt. Weil die hier unverändert gelten, wollte ich sie nicht wiederholen. Das Haikiew ist hier.
Advertisements

16 Gedanken zu “Call of Duty: Modern Warfare 3 verwaltet den Vorsprung

  1. Hach. Mir gefällt MW3. Besser als MW2. Ich rede vom Mulitplayer. Den Singleplayer gebe ich mir gar nicht mehr. Das Problem bei MW2 war, dass ich mit meiner Lieblingswaffe zwar spielen konnte, um aber weitere Accesoirs freizuschalten, musste ich mit jedem Aufsatz eine gewisse Zeit spielen. Es war einfach nur frustrierend und dämlich mit einer P90 und einem Thermalsichtdings aumherzufigurettlen. Das ist bei MW3 nicht mehr so. ich kann mit meiner Kombination spielen, spielen, spielen und spielen und schalte den ganze Karsumpel doch noch frei. Die Perks wurde überdacht! Ja! Ich bin nicht gezwungen mit mehr Feuerkraft zu spielen um mithalten zu können. In MW2 sah man 2 maximal 3 verschiedene Perkmuster. In MW3 sind die Perkkombos viel balangsierter, glaube ich zumindest. Ich kann mit den drei Perks spielen ohne einen Nachteil gegenüber einer andern Kombo zu haben oder besser gesagt, ich habe genau gleich viele Nachteile mit dieser Kombo wie mit einer andern. Ich spiele am liebsten Maschinenpistole und renne rein, schiesse aus der Hüfte und renne wieder raus. Hit and run. Und das funktioniert in MW3 richtig gut. Auch die Abschusserien bzw. Killstreaks gefallen. Es gibt Angriffe, Konter zu Angriffen, Unterstützungen, Konter zu unterstützungen und sogar eine Serie mit weiteren Perks. Nett! Noch netter allerdings ist, dass bei den Unterstützungsbelohnungen die Treffer nicht wieder von vorne anfangen, sondern auch nach dem respawn weitergezählt werden. Hach! Einfach super. Und siehe da: Man liest ab und zu sogar ein GL HF vor und ein GG nach dem Spiel. Die Idioten aus MW2 scheinen nicht wieder gekommen zu sein, oder sind älter geworden. Älter… geschnallt? :3

  2. Achja ich kann nicht wiederstehen: AlsoShooter auf Konsole: Kinderkram. Ich bleibe beim PC dem besten Spieleabspielgerät. Maus und Tastatur und so.

  3. Langfristig gesehen macht mir Battlefield einfach viel mehr Spass da es halt viel mehr Abwechslung bietet! Vorallem wenn man noch mit 2 Freunden zusammen Taktisch vorgehen kann, einer als Sani den einen mit der Panzerfaust und dann noch einer als Versorgungssoldat dann macht BF einfach tierischen Spass!

  4. Maus und Tastatur. Das ich nicht lache. Bei einem Gamepad hast du Mini Joystix, die viel sensibler sind und auch Zwischenwerte zulassen. Die Bewegungen sind rund. Bei der Tastatur gibt es nur On/Off. Ein absoluter Witz, deine Tastatur.Ausserdem ist es viel zu anstrengend vor dem Monitor zu sitzen und steif mit der Maus stundenlang herumfuchteln. Ich chille gemütlich im Sofa und spiele auf einer 2.5m Leinwand in HD. Ein völlig anderes Feeling.Cheers

  5. Neineineinein, keine Konsole vs. PC Diskussion! Das Internet ist voll davon! Soll jeder machen was er will!Ich hatte ebenfalls den Eindruck, dass das alles sehr ausbalanciert ist. Was man aber eigentlich auch erwarten kann, nach MW2 und Blackops und Millionen von Spielern. Das ist halt der Vorteil, wenn man jedes Jahr etwas rausbringt.Mir haben Dominion (Flaggen besetzen und halten) und der neue Kill-Confirmed-Modus (Team-DM, aber die Punkte zählen nur, wenn man die Dog-Tags aufsammelt) sehr gut gefallen, weil ich mich auch in MW nach etwas strategischem gesehnt hab. Reiner Deathmatch ist mir zu chaotisch, da hab ich nichts verloren.Was Teams betrifft: Klar, mit eingespielten Kumpels ist immer schön, und Battlefield fördert das natürlich. Hat jemand von euch mal mit einer Party in MW3 mehr Koordination erlebt? Ich war immer allein unterwegs, und hatte meist den Eindruck, dass da kaum koordiniert wird, ausser es ergab sich, weil grad mehrere gleichzeitig spawnen oder bei einer Flagge ankommen. Aber ich war auch meistens in Verlierer-Teams (einmal sogar in den Resultaten zuoberst und das kann nur bedeutet, dass alle anderen unter ihrer Form spielten), vielleicht deswegen.

  6. Ja, du hast recht…Ich habe mir BF3 gekauft und war enttäuscht. Die Steuerung ist ungenau, die Spielmodi 0815 und das Messer Funktioniert fast gar nicht. Ausserdem kriege ich an manchen Tagen Kopfweh vom herumschwenken beim Rennen. Die Lichteffekte sind künstlich und blenden. Man könnte meinen man hat eine Glasscheibe vor der Kamera. Mein WG-freund spielt neben mir MW3. Das ist richtig chaotisch. Und das nur bei 6 gegen 6. Irgendwie kann ich mich mit diesen beiden Games nicht anfreunden. Teamwork ist absolut nicht gefragt.Darum bleibe ich lieber bei MAG. Hast du das schon mal gespielt? Grafisch kann es zwar nicht mithalten aber ist ganz okay. MAG ist der perfekte Multiplayer schon nur von der Clan und Gruppenverwaltung her. Das Teamwork ist beeindruckend, da man ohne dieses nicht gewinnt. Es gibt mehrere Hierarchiestufen von Befehlshabern. 1 von 8 ist Sqadleader, 1 von 32 Platoonleader und 1 von 128 Officer in Charge. Diese können Ziele vorgeben und haben die Aufgabe ihre Leute zu organisieren. Ich denke in keinem anderen Shooter gibt es taktisch so viele Möglichkeiten.Die Maps sind gewaltig und bringen einzigartige Spielmodi. Man kann sich auch sehr schön auf etwas spezialisieren. Ob nun Sniper, Nahkampf, Fahrer, Reparatur, Medic oder von allem ein bisschen, Im grossen Herrschafts-Spiel mit 255 Mitspielern gibt es verschiedene Ziele die man ausschalten und auch reparieren kann. Solange zum Beispiel die gegnerische Flak steht, kann man keine Bomber anfordern oder der Gegner kann einem bombardieren solange sein Mörser noch steht. Witzig ist, wenn man sich hinter die gegnerische Front (Bunker) schleichen kann und somit seine ganze Infrastruktur zerstören kann. So beeinflusst man als Einzelner das Spiel von 256 Personen.Ich habe nun rund 1000 Stunden in 1.5 Jahren MAG gespielt und kann mit gutem Gewissen sagen, das kein Spiel wie das andere war.Genug geschrieben, ich geh jetzt zocken…PS: MAG gibt’s mittlerweile als Download im Plastation-Store. 5 Lizenzen kosten 50 Fränkli. Somit können 4 Freunde gratis Spielen….

  7. Ich persönlich bin ja auch BF3 Fan, da ich Teamwork bevorzuge, jedoch ist eine Runde COD oder MW auch nicht verkehrt wenn man mit Kumpels an einer Konsole zockt. Schlussendlich zählt aber immer noch: jedem dass seine.@Tom: mann hat ne glasscheibe vor den augen, naja je nach klasse. wenn du auf einer killcam oder ählichen zusiehst siehst du oft eine gasmaske oder schutzbrillen

  8. Also ich finde Cod black ops besser als MW 3 weil es in Black ops den besseren überlebenskampf hat also Zombie mode ich habe mir jedes dlc von Black ops gekauft und bin zufrieden ich finde auch in Black ops ist die story auch sehr gut. Etwas sehr Positives von black ops war ja auch das kampftraining für die weniger guten spieler auch als auch für die erfahrenen spieler. Ich habe jedes cod ab Modern warfare 1 an und black ops war das beste.

  9. Sehr schön, über beide Spiele ein Review. Zeit für meinen Comment, den ich eigentlich schon beim BF3-Post abgeben wollte.Über den Einzelspielermodus kann ich bei beiden Spielen nicht viel sagen, bei MW habe ich schon beim zweiten Teil nach der Burger-Town-Mission aufgehört und bei BF3 in der ersten Mission, als ich mit meinem Snipergewehr vergeblich versuchte, den gegnerischen Sniper auszuschalten, nur um mir Tage später von Klassenkameraden erklären zu lassen, dass dies nur mit dem Raketenwerfer gehe. Irgendwie kann ich mich mit dem Shooter-PvE nicht so ganz anfreunden… Aber vielleicht ist die Stimmung dort halt einfach nicht so ansprechend für das weibliche Publikum.Aus Interesse, was denn einen Shooter so erfolgreich macht, und was daran überhaupt toll sein sollte, habe ich diesen August mit MW2 Multiplayer angefangen (nachdem ich schmerzlich feststellen musste, dass CSS für Einsteiger nicht so geeignet ist). Eigentlich war das also reine Studie, ich greife sonst lieber Spiele aus dem guten alten Fantasy Genre zurück.Mittlerweile spiele ich regelmässig MW3 oder BF3, trotz meiner Skepsis hat es mir den Ärmel reingezogen. Ich mag dieses "Räuber und Poli"-Feeling von MW-Multiplayer. Beim dritten Modern Warfare Teil musste ich allerdings feststellen, dass mir schon nach zwei Wochen etwas langweilig wird wird im Multiplayer. Im Gegensatz zu MW2.Die Modis im Hardcore wurden stark reduziert (es gibt zum Beispiel kein Hardcore Mosh PIt mehr), die Maps sind gefühlt viel kleiner, weniger verwinkelt, man kann nirgends mehr raufklettern, sich in einer Nische verstecken… Team Tactical (ein neuer Modus) ist auch keine Alternative, denn die Maps sind zwar klein, aber für 4er-Teams deutlich zu gross. Beziehungsweise man irrt minutenlang über die Map, ohne einem Gegner zu begegnen.Und wie du in deinem Artikel bereits erwähnt hast, fühlt sich alles ein Bisschen wie eine Kopie des zweiten Teils an. Beispiel Sound: Da wurden die genau gleichen verwendet, oder nur ganz minim abgeändert. Es ist so extrem identisch, dass jede auch noch so kleine Änderung schon wieder als störend empfunden wird. Also, warum nicht einfach ein Kartenpacket für MW2? Ich weiss, das sagen alle, aber irgendwie hats halt schon was.Auch die Grafik hat sich kaum (positiv) entwickelt, von der Leistung her ist meiner Meinung nach nicht viel festzustellen (auf PC) und inhaltlich natürlich sowieso nicht (deswegen sind Shooter in Game Designer Kreisen auch so verpönt). Was sich verändert hat, ist dass oft beide Teams ähnlich aussehen. So passiert es häufiger, dass man Teammates versehentlich erschiesst oder Gegner im Glauben, es sei ein Mitspieler, stehen lässt. Dies ist natürlich vor allem im Search and Destroy ärgerlich.Appropos Search and Destroy: Wem das ständige Sterben auf den Wecker geht, dem bleibt S&D als Modi übrig, wo man besser nicht unüberlegt über die Karte rusht.Und genau in diesem Punkt hat BF3 im Vergleich zu seinem Vorgänger deutliche Fortschritte gemacht. Ich konnte mich nie so für BF2 Multiplayer erwärmen, da ich dauernd schon am Spawn von einem Sniper beseitigt wurde. In BF3 passiert dies kaum. Auch hat BF, wie du bereits erwähnt hast, im Gegensatz zu MW optisch viel mehr zu bieten im Vergleich mit dem Vorgänger.Grundsätzlich ist zu sagen, dass BF3 wohl etwas Einsteiger- und Casualfreundlicher wurde. Sehr zum Leidwesen der leidenschaftlichen PvPlern. Bei ihnen scheint die Fortsetzung nicht allzu sehr anzukommen. Es gibt keine unranked Server mehr, was für Clanwars verheerend sei, und obwohl in der ESL schon Turniere über 10000 Euro ausgeschrieben sind, ist es immer noch nicht möglich, Waffen und Ausrüstung für ein solches vorzugeben (sprich freizuschalten oder zu deaktivieren). Somit haben diejenigen, die ihre Klassen hochgespielt haben einen deutlichen Vorteil gegenüber jenen, die dies nicht bereits getan haben. Das Fliegen der Helis und Jets wurde deutlich einfacher, was auch ich bestätigen kann. Dies sind alles Dornen in des kompeditiven Spielers Augen.Mein Fazit ist also – gegen die Meinung der Fachpresse, welche du in deinem Artikel erwähnt hast – dass BF3 für mich viel interessanter ist, als MW3. Ich finde BF3 trotz der Meinung der Hardcorezocker und der Flames wegen Origin ein sehr ansprechendes Spiel.Bei Modern Warfare 3 hingegen sind für mich kaum Änderungen zu erkennen, es sind sogar die mühseligen IW-Net Bugs vom Vorgänger geblieben. Eher peinlich.

  10. Ich fühle mich wie damals: Quake 3 vs UT99. Action vs. Taktik.Wobei ich Quake 3 -> MW3 und BF3 -> UT99 zuordnen würde.Kommt mal alle her: GRUPPENKUSCHELN!!!

  11. @tsundere: Jetzt ist mir auch klar, warum du nicht mehr bloggst ;)@Harry: KUSCHELLLL! (obwohl sich für mich seit WoW die Bedeutung etwas verschoben hat)

  12. @tsundere: Und hach, weil man so schriftliches ja auch missverstehen kann, formuliere ich besser aus. Ich wollte damit sagen: «Haha, du spielst wohl sehr viel Shooter statt zu bloggen!», nicht etwa: «Haha, du schreibst aber lange Comments!» Denn die sehr langen Comments schätze ich sehr, danke dafür.

  13. Und dass hier ausgerechnet im MW3-Post das grosse Kuscheln ausbricht, gefällt mir ebenfalls sehr!(Denn eigenartigerweise bekomme ich immer bei Modern-Warfare-Besprechungen die Mails von wütenden Hörern, die schimpfen, ob’s mir eigentlich noch gehe, über ein Kriegsspiel zu reden.)

Sag was!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s