New Star Soccer: Das beste Fussballspiel für unterwegs

Theobald Berger ist ein Star. Schon zwei mal die Champions League gewonnen, englischer Meister und eine Tormaschine: 59 Tore in der letzten Saison, davon neun in der Nati. Die Sponsoren lieben ihn, eine nette Freundin hat er auch, dazu ein Landhaus, eine Yacht und einen Hubschrauber. Und Theobald ist gerade erst zwanzig.

Newstarsoccer

Das sind bis jetzt die Höhepunkte meiner Karriere in «New Star Soccer» – einem Fussball-Spiel für Smartphones oder Tablets. Wir schlüpfen in die Rolle eines jungen Spielers, der mit 16 irgendwo in den unteren Ligen anfängt und sich langsam zum Superstar hocharbeitet. Ich begann in der Conference South beim Staines Town F.C., ein verschlafenes Städtchen im Süden Londons. Oh ja, eine Top-Adresse! Doch der Aufstieg war rasant und unaufhaltsam: Über Boston United F.C. und Hereford United F.C. zu den Piraten der Bristol Rovers, bald gelang der Sprung in die zweithöchste Liga zum Blackpool F.C., wo Theobald ein denkwürdiges Liga-Cup-Spiel gegen den Yeovil Town F.C. mit 10:9 im Penalty-Schiessen gewann. Kurz darauf war es dann Zeit, den Schritt in die Premier League zu wagen, zunächst eine Saison bei Arsenal, dann zu dem Club, wo der junge Theobald schon immer hin wollte: Manchester United.

Konkret heisst das, dass wir zwischen den Spielen die Fähigkeiten unseres Spielers trainieren (Schusskraft, Ausdauer oder Technik) oder uns um Sponsoren, eine Freundin oder unseren Lebensstil kümmern. In einem Spiel beobachten wir es zunächst im Telegram-Stil. Wenn unser Spieler zum Ball kommt, schaltet die Ansicht in eine Vogelperspektive um, und wir können einen Pass spielen, einen Ball abfangen oder aufs Tor schiessen. Dabei lassen wir den Ball gewissermassen wie ein Gummiband spicken (nach hinten ziehen, damit Richtung und Schusskraft vorgeben, dann loslassen) und müssen ihn in einem zweiten Screen auch noch gut treffen – ein Ball kommt geflogen, und je nach dem, wo wir ihn antippen, gibt es Drall in den Schuss.

Das ist eine perfekte Mischung aus simpler Ein-Finger-Geschicklichkeit und ein bisschen Strategie. «New Star Soccer» ist dabei weder besonders komplex noch sieht es schön aus. Trotzdem entwickelt das Spiel einen unglaublichen Sog. Und es ist klar, warum: Weil es sich auf die Karriere eines einzelnen Spielers konzentriert, liegt uns diese besonders am Herzen. Wir erleben unsere eigene Geschichte, nicht eine, die das Spiel vorgibt und festlegt, sondern eine, die aus dem Spiel heraus entsteht. So erinnere ich mich noch gut daran, als Theobald im Champions-League-Viertelfinal ein Tor aus 52.9 Yards erzielte. Oder als er in einem dramatischen Spiel gegen Newcastle einen 3:0-Rückstand mit drei Toren und einem Assist in einen Auswärtssieg drehen konnte.

Das sind genau die Geschichten, die ein Fussballer-Herz höher schlagen lassen, und darum ist «New Star Soccer» das beste Fussballspiel für unterwegs. Auch wenn da dieses grässliche «Soccer» im Titel steht.

«New Star Soccer» gibt es für iOS und Android. Bei der iOS-Version sind die ersten zehn Spiele des Karriere-Modus gratis, eine Fortsetzung kostet CHF 1.-. Ich habe dazu noch das «Pitch & Weather Pack» gekauft – rein kosmetisch, aber ich wollte dem englischen Entwickler Simon Read einfach noch einmal einen Franken geben. Dazu könnte man «Star Bux» kaufen, aber das ist völlig unnötig. Die Android-Version kostet CHF 3.-, da sind Karriere-Modus und die verschiedenen Felder schon mit dabei. «New Star Soccer» gibt es auch als PC/Mac-Spiel, das ist aber teurer und wohl auch komplexer (habe ich mir nicht angeschaut). Simon arbeitet ausserdem grade an einem Update, das unter anderem die Möglichkeit von Ecken und Flanken bringt, und etwas, das ich bis jetzt sehr oft vermisst habe: Deflections und Rebounds. Yay!
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2 Gedanken zu “New Star Soccer: Das beste Fussballspiel für unterwegs

  1. Via Eurogamer Podcast kennengelernt? Die Jungs sind ja total angefressen. Macht wirklich süchtig das Spiel.

  2. Exakt! Also vor allem einer, Tom Bradwell. Wird New Star Soccer sein neues Viva Pinata? Nein, das dann wohl doch nicht.

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