Wo ist ein Youtube-Video blockiert?

Unser Hörer André Lardon fragte: Gibt es eine Methode, um bei einem Youtube-Video zu sehen, in welchen Ländern es blockiert wird (ohne selber in diesem Land zu sein)?

Ja, die gibt es.

Die einfache, aber etwas unbequeme Variante:

  • Quelltext des Videos ansehen
  • nach «regionsAllowed» suchen
  • in diesem Meta-Tag sind die Länder-Codes aufgelistet, wo das Video angezeigt werden darf.

Die bequeme, aber etwas komplizierte Variante:

  • Firefox verwenden, dort das Addon Greasemonkey installieren
  • Dann in Greasemonkey dieses Userscript installieren: «Where’s It Blocked?»
  • Das sollte eigentlich in der Beschreibung vom Video unter «Kategorie» und «Lizenz» die blockierten oder freien Länder (je nachdem, welche mehr sind) anzeigen

Leider hat das bei mir nicht funktioniert; ich musste deshalb noch eine kleine Korrektur am Skript vornehmen:

  • Benutzer-Skripte im Firefox-Addon-Manager öffnen
  • Bei «Where’s It Blocked?» auf «Einstellungen»
  • Dort auf «Dieses Benutzerskript bearbeiten»
  • Ganz nach unten scrollen und in der allerletzten if-Abfrage gleich nach der Klammer folgendes einfügen:
document.getElementById('watch7-player') &&

Also die Zeile:

if(document.getElementById('watch7-player').className=='unavailable-player' && !document.getElementsByClassName('submessage')[0].hasChildNodes()) {

muss korrekt heissen:

if(document.getElementById('watch7-player') && document.getElementById('watch7-player').className=='unavailable-player' && !document.getElementsByClassName('submessage')[0].hasChildNodes()) {

Speichern, dann sollte es klappen!

Mit diesem Video könnt ihr testen. Es wird blockiert in «Czech Republic, Germany, Slovakia, South Sudan».

Bittegerngschee!

[citation needed] Sticker

Randall Munroe von XKCD hat ja mal drüber gewitzelt, dass man das schöne [citation needed] der Wikipedia auch im richtigen Leben verwenden sollte.

citationneeded

Das finde ich auch, und drum habe ich folgenden Vorschlag:

Man drucke das angehängte PDF aus und klebe es auf alles mögliche in der Öffentlichkeit, das nach einem Beleg verlangt. Beispielsweise Werbeplakate mit Behauptungen. Und sofort eine bessere Welt!

Das [citation needed] PDF – einer, gross

Das [citation needed] PDF – mehrere, klein

Hey, und wenn ihr das tut, macht ein Foto und schickt es mir! Merci!

Ein wirklich kleines Portemonnaie

Mein altes Portemonnaie (so sagen wir hier der Brieftasche, dem Wallet) trage ich nun schon sehr lange mit mir herum – Zeit, es zu ersetzen. Mein Ziel: Bargeld (Noten und Münzen) und ca. 10 Karten (Kredit- und Bankkarten, Badge, Saisonkarte, Führerausweis, Krankenkasse etc.) auf möglichst kleinem Raum verpacken.
Wallet01

Der alte Büffel ist etwas speckig geworden.

Schon mehrmals schlich ich deshalb durch die Lederwaren-Auslagen diverser Kaufhäuser. «Braun Büffel», die Marke meines bisherigen Portmonnaies, ist da zwar reichlich vertreten, aber die Modelle im Angebot waren alle grösser. So geht das nicht – to the internets!

Weil man aus allem eine Subkultur formen kann, stiess ich da schnell auf Blogs wie Carryology oder EDC, die sich mit Portemonnaies beschäftigen, als sei es das wichtigste der Welt. Immerhin tragen wir es täglich herum, ein bisschen Evaluation schadet also nicht.

Privatsphäre: Die Flucht nach vorn

Es ist die übliche Empfehlung: Zum Schutz der Privatsphäre solle man möglichst wenig über sich ins Internet stellen. Doch möglicherweise ist das exakte Gegenteil die erfolgsversprechendere Strategie.

Elahi

Die Idee stammt vom amerikanischen Medien-Künstler Hasan Elahi. Da Elahi in Bangladesh geboren wurde, befragte ihn das FBI nach 9/11 mehrmals, um Terrorismus-Befürchtungen auszuschliessen. Als Reaktion auf diese Befragungen beschloss Elahi, eine Website zu erstellen, auf der er Fotos veröffentlicht, was er isst, auf welchen Flughäfen er wartet, in welchen Betten er schläft. Kontoauszüge, Quittungen, Positionsdaten – all das ist über Jahre zurück einsehbar.

Selber einen PC bauen? Nichts leichter als das!

Fix und fertig kaufen ist zwar bequem, aber selber bauen ist befriedigender. Das gilt auch für PCs. Wie schwierig ist das? Worauf sollen Einsteiger achten? Tipps und ein Vorschlag für ein Komplettsystem unter 1400.-.

01

Was steckt eigentlich in dieser Kiste unter dem Schreibtisch? Welche Teile tun was, und welche sind gut? Wie müssen die Komponenten zusammenspielen? Das erfährt man am besten, wenn man selber einen PC aus einzelnen Komponenten zusammenbaut.

Outlook-Macro für Mail-Schussel

Schon wieder vergessen, etwas in die Betreffzeile zu schreiben? Oder das im Mail versprochene Attachment auch wirklich anzuhängen? Für Outlook gibt es Macros, die genau das verhindern. Ich habe zwei im Netz gefunden und daraus eines gemacht, das gleich beides kann. So geht’s:

1.     Im Outlook „Extras/Makro/Visual Basic Editor” öffnen.
2.     Links “Projekt1 (VbaProjekt.OTM)” aufklappen (auf das Plus klicken).
3.     Evtl. “Microsoft Office Outlook Objekte“ auch aufklappen.
4.     “ThisOutlookSession” doppelklicken, rechts geht ein Fenster auf.
5.     Den folgenden Code dort hineinkopieren (alles zwischen den gestrichelten Linien):

—–
Private Sub Application_ItemSend(ByVal Item As Object, Cancel As Boolean)
Dim strBody As String, strSubject As String, strErrMsg As String
Dim intIn As Long
Dim intAttachCount As Integer, intStandardAttachCount As Integer, intErrCount As Integer
 
intStandardAttachCount = 0
 
intErrCount = 0
strErrMsg = „“
strBody = LCase(Item.Body)
strSubject = Item.Subject
 
intIn = InStr(1, strBody, „original message“)
 
If intIn = 0 Then intIn = Len(strBody)
 
intIn = InStr(1, Left(strBody, intIn), „attach“)
 
intAttachCount = Item.Attachments.Count
 
If intIn > 0 And intAttachCount <= intStandardAttachCount Then
 
    strErrMsg = strErrMsg & „Wollten Sie ein Attachment verschicken? Es ist keine Datei angehängt.“ & vbCrLf
    intErrCount = intErrCount + 1
   
End If
 
If Len(Trim(strSubject)) = 0 Then
   
    strErrMsg = strErrMsg & „Das Subject ist leer.“ & vbCrLf
    intErrCount = intErrCount + 1
 
End If
 
If intErrCount > 0 Then
   
    If MsgBox(strErrMsg & „Möchten Sie das Email trotzdem abschicken?“, vbYesNo + vbQuestion + vbMsgBoxSetForeground) = vbNo Then Cancel = True
 
End If
 
End Sub
——
 
Das ganze speichern, und fertig! Jetzt testen, indem man versucht, ein Mail zu verschicken, ohne Subject. Stattdessen sollte eine Bestätigungs-Box kommen; bei „Ja“ wird das Mail trotzdem abgeschickt, bei „Nein“ nicht, man kann stattdessen editieren.
Ebenso mit Attachments: sollte man irgendwo im Text „attach“ geschrieben haben, aber kein Attachment angehängt, kommt die Zwischenfrage.

Spezialfälle:

Möglicherweise hat eure IT-Abteilung das Ausführen von Macros per Richtlinie untersagt. In dem Fall bitte an die IT-Leute wenden, etvl. lassen sie das Macro ja zu. Sollte einer ausserdem einen Verbesserungsvorschlag haben, bitte hier in die Comments posten!

Wenn ihr eine Signatur verwendet, die z.B. Bilder enthält: dann hat ja jedes Mail schon ein Attachment dran. Deshalb muss der Code leicht angepasst werden: in Zeile 6 intStandardAttachCount statt auf 0 auf die Anzahl Attachments in der Signatur setzen. Bei einem Bild muss die Zeile 6 also so aussehen:

intStandardAttachCount = 1

statt so:

intStandardAttachCount = 0

Jetzt sollte der Attachment-Check auch funktionieren, wenn ihr eine Signatur mit Bild verwendet. Übrigens: das Macro ist nicht sehr intelligent; wenn ihr also bloss von einer „Spesenabrechnung“ schreibt, schlüpft das Mail trotzdem durch. Ihr müsst explizit die Zeichenfolge „attach“ geschrieben haben (also z.B. in „Attachment“ oder „attached“ oder „attacht“ oder „hier das attach mann“), um die Warnung auszulösen.

Danke an René fürs Testen.

Quellen:

Dropbox: Workflow-Porno

Mein Laptop ist eine Erweiterung meines Hirns. In der Regel ist mein Hirn aber schneller. Deshalb will ich so wenig wie möglich auf meinen Laptop warten müssen. Und deshalb sind mir Werkzeuge wichtig, die den Workflow erleichtern und beschleunigen.

Ein solches Werkzeug (das es zwar schon länger gibt, das ich aber jetzt erst entdeckt und in meinem Workflow eingebaut habe) ist Dropbox. Und Dropbox ist für Workflow-Enthusiasten wie Porno. Lasst mich erklären, warum.

Main_logo

Dropbox synchronisiert Dateien zwischen beliebig vielen Maschinen und der Cloud. Alle Dateien, die sich im Ordner „Dropbox“ befinden, werden vollautomatisch auf alle anderen Maschinen gesynct, die mit dem gleichen Dropbox-Account verbunden sind. Egal, ob Mac, Windows oder Linux. Auf einer Maschine, auf der ich Dropbox nicht installieren kann, sind diese Dateien über den Browser verfügbar. Es gibt sogar einen iPhone-Client. 2 GB sind gratis, mehr kostet. Alle Dateien werden per SSL übermittelt und auf den Dropbox-Servern verschlüsselt abgelegt.

Dropbox ist nicht das einzige Angebot dieser Art – ich würde aber sagen, mit Abstand das beste. Gratis, schnell, einfach und ein toller Funktionsumfang.

Schauen wir uns zuerst mal den lokalen Teil an, Dropbox auf der Maschine. Nach der Installation des Clients wird ein neuer Ordner erstellt:
Gberger
Jede Datei, die hierhin verschoben/kopiert wird, wird automatisch gesynct. Ausserdem installiert Dropbox ein kleines Icon im Menubar, das mir anzeigt, ob Dropbox gerade etwas tut: 

Dropbox

 bzw. 

Skitch-4

wenn Dropbox synct.

Auch im Dropbox-Ordner drin sehe ich immer gleich auf einen Blick, ob die Dateien schon gesynct sind oder nicht:
Beitrge
Ein grüner Haken bedeutet „Gesynct“, die blauen Drehpfeile zeigen mir einen laufenden Sync an.

Frit

Dieser Dropbox-Ordner ist ein ganz normaler Finder-Ordner, der sich genau gleich verhält wie andere Ordner auch. Das hat sehr viele Vorteile.

Dateien in der Dropbox werden auch von Spotlight gefunden:
Fullscreen

Quickview funktioniert:
Begrewlum

Ich kann den Dropbox-Ordner in die Titelzeile von Finder-Fenstern ziehen – und habe so in jedem Fenster immer gleich die Möglichkeit, per Drag&Drop eine Datei in die Dropbox zu verschieben und so gleich zu syncen. Finde ich viel eleganter als ein Icon im Dock: Der Mausweg ist kürzer, man spart Platz im Dock.

Gberger-1

Und: Ich kann auf den Dropbox-Ordnern schnell zugreifen, z.B. über andere Workflow-Tools wie Launchbar:

Launchbar

Launchbar ist übrigens meine andere grosse Workflow-Entdeckung im Moment, ich ersetze damit Quicksilver, das nicht mehr aktiv entwickelt wird (der ursprüngliche Entwickler hat das Projekt aufgegeben und Open Source zur Verfügung gestellt; jemand hat es zwar übernommen, aber seit letztem September keinen neuen Build mehr veröffentlicht). Quicksilver hatte zwar etwas mehr Features, Launchbar ist aber schneller, einfacher und wird aktiv entwickelt.

Mit Launchbar kann ich jederzeit enorm schnell meine Dropbox öffnen:

  • Doppel-Tippen auf „Command“: öffnet den Launchbar, egal welches Programm gerade zuvorderst ist.
  • „DRO“ wählt die Dropbox aus.
  • „Enter“ öffnet sie.

Das geht vielschneller als in den Finder zu wechseln, ein Finder-Fenster zu öffnen und per Maus oder Tastatur in den Dropbox-Folder zu navigieren.

Auch sehr schnell und praktisch: eine Datei im Finder markieren (z.B. auf dem Desktop oder im Downloads-Ordner) und in die Dropbox verschieben. So:

  • Doppel-Tippen auf „Comman“ öffnet Launchbar.
  • „C
    ommand-G“ übernimmt die aktuelle Finder-Selektion in den Launchbar.
  • „Tab“ und dann „DRO“ wählt eine Aktion aus, nämlich „In die Dropbox“.
  • „Enter“ und „1“ verschiebt die Datei, „Enter“ und „2“ kopiert sie.

In erster Linie ersetzt Dropbox also meinen USB-Stick. Ich habe mein Notebook auch im Büro dabei, es ist aber aus Sicherheitsgründen nicht im Firmennetzwerk eingebunden. Wenn ich eine Datei (z.B. einen Screenshot oder einen Audio-Mitschnitt) auf meine Windows-Workstation übertragen muss, habe ich das bis jetzt per USB-Stick gemacht. Langsam und mühsam, fummeln in der Tasche und unterm Tisch. In Zukunft kopiere ich die Datei in die Dropbox und lade sie auf der anderen Maschine herunter. Boom!

Wie ihr aber sicher auch aus eigener Erfahrung wisst: Programme auf dem Firmen-PC zu installieren, geht in der Regel nicht. Der Windows-Client von Dropbox benötigt für die Installation Admin-Rechte, die ich im Büro nicht habe. Hier kommt nun ein weiteres grosses Plus von Dropbox ins Spiel: auf die ganze Datei- und Ordnerstruktur der Dropbox kann man auch per Browser zugreifen.
Dropbox_-_home_-_secure_backup

Der Browser-Client ist übersichtlich, schnell, funktioniert auf allen Browsern, die ich getestet habe, und kann alles, was man können will. Schön ist der Uploadvon Dateien:

0dropbox_-_home_-_secure_backup

Ich kann eine oder mehrere Dateien aufs Mal hochladen, ich sehe, welche geladen sind, und welche noch nicht – ach, wenn bloss alle Datei-Uploads so wären!

Ein weiteres tolles Feature: für jede Datei werden automatisch Versionen (Revisions) erstellt. Ich kann also jede Änderung wieder rückgängig machen, völlig egal, auf welcher Maschine was geändert wurde.

Dropbox_-_revisions_-_secure_b

Und wer jetzt genau hingeschaut hat: da stehen zwei verschiedene Namen (Berger und Müller). Ja, man kann Ordner auch sharen: gemeinsam mit anderen nutzen.

Fullscreen-5

Und damit man den Überblick nicht verliert: unter „Events“ wird angezeigt, wer wann was gemacht hat. Diese Events für gemeinsame Ordner kann man sogar als RSS-Feed abonnieren:

Dropbox_event_feed_-_guido_ber

Grundsätzlich sind Datei und Ordner in der Dropbox privat (sei es nur für sich selbst oder für die Nutzer, mit denen man einen Ordner teilt). Es ist aber auch möglich, Dateien zu veröffentlichen und anderen zugänglich zu machen. Dafür gibt es den Ordner „Public“ in der Dropbox. Und damit man die Datei dann auch findet: Mit „Copy public link“ erstellt man einen Link auf die Datei (um sie im Browser anzuzeigen oder herunterzuladen).

Fullscreen-6

Wer noch mehr wissen will: den Screencast anschauen oder die Tour lesen.

Einige kreative Anwendungen der Dropbox, die über einfaches Datei-Handling hinausgehen, gibt es bei Lifehacker (auch die Comments beachten).